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Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch, Wienerberger AG. (Foto: Wienerberger)

Wienerberger verzeichnet Rekordergebnisse für Geschäftsjahr 2019 trotz flacher Absatzmärkte

26. Februar 2020 | 08:48 Autor: APA-OTS Startseite, Wien

Wien (A) Die Wienerberger Gruppe erzielte 2019 das beste Ergebnis der 200-jährigen Unternehmensgeschichte. Der Konzernumsatz stieg um 5 % auf einen Rekordwert von 3,5 Mrd. € (2018: 3,3 Mrd. €). Das bereinigte EBITDA wurde signifikant um 24 % auf 587 Mio. € (2018: 475 Mio. €) gesteigert. Beim EBITDA übertraf Wienerberger mit einem Anstieg von 38 % auf 610 Mio. € (2018: 443 Mio. €) bereits das für 2020 angestrebte Ziel von 600 Mio. €. „Die berichteten Rekorde bei Umsatz und Ergebnis bestätigen, dass unsere wertschaffende Wachstumsstrategie in den letzten 10 Jahren, aber ganz besonders in unserem 200. Jubiläumsjahr, äußerst erfolgreich war. Trotz eines flachen Marktumfelds und einer in der zweiten Jahreshälfte rückläufigen Nachfrage in einigen unserer Märkte sind wir weiter gewachsen“, kommentiert Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch die starke Unternehmensentwicklung. Im Laufe des Jahres hat Wienerberger konsequent an der weiteren Optimierung des Portfolios durch Akquisitionen gearbeitet und das bestehende Produktangebot um eine Vielzahl von wertsteigernden Lösungen erweitert.

Der Umsatzanstieg resultierte vor allem aus dem deutlich verbesserten Produktmix. Der Fokus auf innovative Produktlösungen und der Rückzug aus weniger profitablen Geschäftssegmenten führten in Kombination mit intensivierten Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Performance der Gruppe zu einem klar messbaren Erfolg. „Unsere 2019 erzielten Ergebnisse zeigen, dass wir bei der Transformation des Unternehmens zum Lösungsanbieter die richtigen Schritte gesetzt haben. Neben der stetigen Weiterentwicklung unseres Produktportfolios erbrachten unsere internen Anstrengungen zur Performanceverbesserung im Rahmen des Fast Forward Programms sehr erfreuliche Ergebnisse“, so Heimo Scheuch. Die Implementierung von Fast Forward verlief schneller als geplant und hat einen weiteren Ergebnisbeitrag von 50 Mio. € (10 Mio. € mehr als ursprünglich geplant) geliefert.

Auf der Grundlage dieser starken operativen Entwicklung erzielte Wienerberger eine signifikante Steigerung des Gewinns nach Steuern um 87 % auf 249 Mio. € (2018: 134 Mio. €). Der Gewinn je Aktie erhöhte sich damit 2019 auf 2,18 €, nach 1,15 € im Jahr 2018. Angesichts des im abgelaufenen Jahr erzielten Wachstums wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 20 % von 0,50 € auf 0,60 € je Aktie vorschlagen.

Signifikantes Ergebniswachstum in allen Business Units
Wienerberger verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 deutlich positive Entwicklungen in allen drei Business Units. Wienerberger Building Solutions erwirtschaftete trotz eines weitgehend flachen Marktumfelds ein hervorragendes Ergebnis. Der Umsatz konnte um 6 % auf 2.171 Mio. € und das bereinigte EBITDA signifikant um 23 % auf 455 Mio. € gesteigert werden. Bei Wienerberger Piping Solutions führten der verbesserte Produktmix und eine optimierte Kostenstruktur zu einem erheblichen Ergebniswachstum. Bei einem leichten Umsatzanstieg von 1% auf 959 Mio. € zeigte das bereinigte EBITDA mit einer Steigerung um 43 % auf 100 Mio. € eine außergewöhnlich gute Entwicklung. Die Business Unit North America berichtete gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum von 9 % auf 336 Mio. €. Der Ende 2018 übernommene Ziegelproduzent in Pennsylvania lieferte einen starken Beitrag zum EBITDA, das um 18 % auf 43 Mio. anstieg.

Fokus auf nachhaltiges Wachstum
Wienerberger wird seine wertschaffende Wachstumsstrategie auch im Geschäftsjahr 2020 fortsetzen. „Unsere Antworten auf globale Herausforderungen, wie Klimawandel, Ressourcenverknappung, Fachkräftemangel und Digitalisierung werden unser zukünftiges Wachstum vorantreiben“, so Heimo Scheuch. Energieeffiziente Ziegellösungen und innovative Rohrsysteme, wie z.B. Raineo, werden zur Verbesserung der Lebensqualität und zum Umweltschutz beitragen. Die Digitalisierung von Prozessen und der Einsatz von Fertigelementen werden Effizienzsteigerungen auf der Baustelle ermöglichen und gleichzeitig zur Einsparung von Ressourcen beitragen. Außerdem wird Wienerberger seine Bemühungen um die Bewahrung der Artenvielfalt und die Förderung der Kreislaufwirtschaft intensivieren und die Dekarbonisierung vorantreiben. So soll der Anteil an Sekundärrohstoffen in der Produktion von Kunststoffrohren in diesem Jahr weiter auf 85 kg pro Tonne erhöht werden. Durch die Rekultivierung stillgelegter Tongruben schafft Wienerberger wertvollen Lebensraum für Pflanzen und Tiere und trägt damit aktiv zur Artenvielfalt bei. Schließlich arbeitet Wienerberger weiterhin intensiv an der Senkung des spezifischen Energieverbrauchs in den Ziegelwerken – zum Vorteil der Umwelt und unserer Kostenstruktur.

Ausblick 2020
Wienerberger erwartet für 2020, ähnlich wie im vergangenen Jahr, weitgehend flache bis leicht rückläufige Absatzmärkte. Mit seiner wertschaffenden Wachstumsstrategie, welche auf den drei Säulen organisches Wachstum, Operational Excellence und Wachstumsprojekte & Portfoliooptimierung beruht, ist Wienerberger für weiteres nachhaltiges Wachstum bestens positioniert. Das Ziel für 2020 ist es, das bereinigte EBITDA der Wienerberger Gruppe auf 625 – 645 Mio. € zu erhöhen. Dies wird durch intensive Maßnahmen zur Performancesteigerung im Rahmen des Fast Forward Programms erreicht werden, das weitere 50 Mio. € zum EBITDA beitragen und damit das ambitionierte Ziel einer Performanceverbesserung von insgesamt 120 Mio. € erfolgreich abschließen wird. Durch eine aktive Preisgestaltung wird die steigende Kosteninflation abgedeckt. Zusätzlich wird Wienerberger durch stetige Bemühungen zur Verbesserung des Produktmix die Profitabilität weiter steigern. Mit dem Fokus auf Innovation und einer vielversprechenden Pipeline an wachstumsschaffenden Akquisitionsmöglichkeiten wird die Position als Lösungsanbieter für die Gebäudehülle und Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Wienerberger beabsichtigt, im Jahr 2020 140 Mio. € für die Instandhaltung seiner industriellen Plattformen sowie die ständige Erhöhung der Arbeitssicherheit und -gesundheit zu investieren.

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