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Dr. Wilhelm Hörmanseder

Mayr-Melnhof mit deutlichem Umsatzwachstum in 2019

17. März 2020 | 08:24 Autor: EQS Group Startseite, Wien

Wien (A) Die Mayr-Melnhof Gruppe konnte das Jahr 2019 trotz verlangsamter Marktdynamik mit einem neuerlichen Ergebnisanstieg in Folge abschließen. Beide Divisionen trugen maßgeblich dazu bei und verzeichneten in einem wettbewerbsintensiven Umfeld eine insgesamt gute Auslastung.

Profitierte die Kartondivision von weitgehend stabilen Durchschnittspreisen und Kostensenkungen, lag das Ergebnis in der Packagingdivision vor allem aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der Tann-Gruppe, welche die Erwartungen erfüllte, deutlich über dem Vorjahr. Mit 10 % entwickelte sich die Operating Margin der Gruppe weiterhin auf hohem Niveau.

Der soliden Ergebnisentwicklung entsprechend wird der 26. Ordentlichen Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung auf 3,60 EUR je Aktie (2018: 3,20 EUR) für das Geschäftsjahr 2019 vorgeschlagen.

Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns erreichten 2.544,4 Mio. EUR und lagen damit um 8,8 % bzw. 206,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (2018: 2.337,7 Mio. EUR). Dieser Anstieg resultierte vor allem akquisitionsbedingt aus der Packagingdivision und zu einem geringeren Teil aus der Kartondivision.

Das EBITDA erhöhte sich um 20,1 % bzw. 65,2 Mio. EUR auf 389,6 Mio. EUR (2018: 324,4 Mio. EUR), die EBITDA Margin auf 15,3 % (2018: 13,9 %). Mit 255,3 Mio. EUR wurde ein betriebliches Ergebnis um 17,6 % bzw. 38,2 Mio. EUR über dem Vorjahr (2018: 217,1 Mio. EUR) erzielt, wobei auf MM Packaging rund 60 % und auf MM Karton rund 40 % dieses Zuwachses entfallen. Im Zuge der Erstkonsolidierung der Tann-Gruppe entstanden einmalige Aufwendungen aus Akquisitionseffekten aufgrund der Aktivierung des Auftragsstandes und der Vorratsbewertung in Höhe von -4,8 Mio. EUR. Die Operating Margin des Konzerns belief sich auf 10,0 % (2018: 9,3 %), der Return on Capital Employed auf 15,4 % (2018: 15,0 %).

Finanzerträgen in Höhe von 1,4 Mio. EUR (2018: 1,3 Mio. EUR) standen Finanzaufwendungen von -8,4 Mio. EUR (2018: -6,1 Mio. EUR) gegenüber. Das „Sonstige Finanzergebnis – netto“ veränderte sich vor allem aufgrund von höheren Fremdwährungsgewinnen im Vorjahr auf 2,8 Mio. EUR (2018: 5,6 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Steuern stieg demnach um 15,2 % auf 251,1 Mio. EUR (2018: 217,9 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf 60,9 Mio. EUR (2018: 53,7 Mio. EUR), woraus sich ein effektiver Konzernsteuersatz von 24,3 % (2018: 24,7 %) ergibt.

Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 15,8 % auf 190,2 Mio. EUR (2018: 164,2 Mio. EUR).

Konzernbilanz
Das Gesamtvermögen des Konzerns belief sich per 31. Dezember 2019 auf 2.422,7 Mio. EUR und lag damit um 357,0 Mio. EUR über dem Wert zum Jahresende 2018 (2.065,7 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist vor allem auf die Erstkonsolidierung der Tann-Gruppe zurückzuführen. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich im Wesentlichen ergebnisbedingt von 1.384,8 Mio. EUR (31. Dezember 2018) auf 1.508,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote blieb mit 62,3 % (31. Dezember 2018: 67,0 %) auf solidem Niveau. Die Eigenkapitalrentabilität lag bei 13,1 % nach 12,1 % im Vorjahr.

Die Finanzverbindlichkeiten, welche überwiegend langfristigen Charakter haben, stiegen akquisitionsbedingt und aufgrund der Finanzierung des Unternehmenserwerbes sowie der erstmaligen Hinzurechnung von Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 von 211,7 Mio. EUR zum Jahresende 2018 auf 345,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2019.

Die verfügbaren Mittel des Konzerns lagen mit 126,8 Mio. EUR insbesondere infolge der Kaufpreiszahlung für den Erwerb der Tann-Gruppe und der Dividendenzahlung unter dem Vergleichswert des Vorjahres (31. Dezember 2018: 261,1 Mio. EUR). Die Nettoverschuldung belief sich damit zum Jahresende 2019 auf 218,6 Mio. EUR (31. Dezember 2018: Nettoliquidität 49,4 Mio. EUR).

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020
Die europäischen Volkswirtschaften verlaufen mit geringer Dynamik. Der Privatkonsum zeigt aber weiterhin eine stabile Entwicklung und damit auch die Nachfrage nach Kartonverpackung. Vor diesem Hintergrund waren die Karton- und Packagingwerke des Konzerns seit Jahresbeginn weiterhin insgesamt gut ausgelastet. Infolge ausreichender Kapazitäten in der Branche bleiben die Absatzmärkte jedoch durch intensiven Wettbewerb gekennzeichnet.

Bei MM Karton steht die Behauptung der Preisniveaus weiter im Fokus. Für beide Divisionen ist es Ziel, in 2020 erneut zu wachsen und die Ergebnisqualität auf hohem Niveau zu behaupten.

Kontinuierliche Investitionen in modernste technologische Neuerungen sowie fortlaufende Maßnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz und Optimierungen im Produkt- und Absatzprogramm sollen dies weiter ermöglichen.

Ziel ist es, in 2020 bestmöglich an das Rekordjahr 2019 anzuschließen. Nach einem guten Jahresbeginn sehen wir die Herausforderungen im Jahresverlauf zunehmend. Wie bisher werden wir hohe Aufmerksamkeit auf die zukunftsorientierte Entwicklung unserer Werke und Produkte sowie die risikobewusste Fortsetzung unseres globalen Akquisitionskurses richten.

    Mayr-Melnhof Karton AG

    Brahmsplatz 6, 1040 Wien
    Österreich
    +43 1 50136 - 0

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