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Frequentis mit kräftiger Steigerung bei Umsatz und Ergebnis im 1. Halbjahr 2021

17. August 2021 | 10:28 Autor: Frequentis AG Startseite, Wien

Wien (A) Frequentis konnte die größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte in Rekordzeit abschließen. Als weltweit führender Anbieter von Informations- und Kommunikationslösungen für sicherheitskritische Anwendungsfelder bewies das Geschäftsmodell von Frequentis weiterhin seine Robustheit. Die von Frequentis gelieferten Produkte sind Teil der sicherheitskritischen und damit nicht verzichtbaren nationalen Infrastruktur der jeweiligen Länder. Diese Infrastruktur muss immer vorhanden und betriebs­bereit sein – unabhängig von der Anzahl der Flüge oder der Zahl der Einsätze von Polizei, Rettung oder Feuerwehr. Die Nachfrage nach Frequentis-Lösungen ist damit weiterhin gegeben.

"Wir sind besonders stolz darauf, dass wir in diesen herausfordernden Zeiten den Umsatz um knapp 10% steigern konnten. Die Einschränkungen durch die Pandemie, besonders die Reiserestriktionen, konnten uns nicht aufhalten", sagt Frequentis CEO Norbert Haslacher: "Zusätzlich ist es uns gelungen, die Transaktion mit dem US-Konzern L3Harris Technologies, die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte, in knapp mehr als fünf Monaten zügig abzuschließen. Jetzt geht es um die schrittweise Integration der drei übernommenen Unternehmen in die Frequentis-Gruppe."

Der Umsatz stieg dank erfolgreicher Projektabnahmen signifikant um 9,4% auf EUR 144,6 Mio. Da die Projektabnahmen zum Jahresende üblicherweise am höchsten sind, aber die Fixkosten gleichmäßig über das Jahr verteilt sind, führte dies in der Vergangenheit zu negativen Halbjahres-Ergebnissen. Dies konnte erstmals im 1. Halbjahr 2021 gedreht werden. Das EBITDA stieg um mehr als das Doppelte auf EUR 12,4 Mio., das EBIT auf EUR 5,4 Mio. Das Konzernergebnis lag bei EUR 4,1 Mio.

Der Auftragsstand per Ende Juni 2021 von EUR 453,0 Mio. bedeutet ein Plus von 5,9% gegenüber Ende 2020. Dies ist ein guter Polster für den Umsatz für das Gesamtjahr 2021 und darüber hinaus. Der Auftragseingang lag im 1. Halbjahr 2021 um 8,6% unter dem sehr guten 1. Halbjahr 2020.

Akquisition
Frequentis hat nun zivile und militärische Produktlinien der Air Traffic Management (ATM / Flugsicherung) Sprachkommunikationssysteme sowie der Software- und Cloud-Lösungen zur Luftverkehrsoptimierung (Verkehrssynchronisation) vom US-Konzern L3Harris vollständig übernommen. Damit wird das ATM-Produktportfolio deutlich erweitert.

Vermögens- und Kapitalstruktur
Das Eigenkapital stieg per Ende Juni 2021 auf EUR 115,1 Mio., die Eigenkapitalquote liegt mit 39,6% weiterhin über dem Zielwert von >35%. Das Nettoguthaben liegt bei EUR 77,2 Mio., trotz der Dividende und erster Auszahlungen für die L3Harris-Transaktion.

Ausblick
Trotz der weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und der zunehmenden Verfügbarkeit von Impfstoffen gibt es für Frequentis Unwägbarkeiten im Jahr 2021. Die genauen Auswirkungen des weiteren Pandemieverlaufs auf die Kosten (z. B. Reisekosten), den Umsatz (z. B. durch verschobene Projektabnahmen), die Lieferketten, die zur Verfügung stehenden Budgets und die potenzielle Verschiebung von Investitionen lassen sich nicht verlässlich prognostizieren.

Frequentis strebt, abhängig von der Entwicklung der Pandemie in den restlichen Monaten des Jahres, danach, Umsatz und Auftragseingang im Jahr 2021 im Vergleich zum Jahr 2020 zu steigern. Ein Teil der Steigerung kommt aus der L3Harris-Transaktion. Für Investitionen (Capex) sind unverändert rund EUR 5 Mio. veranschlagt. Für das Gesamtjahr 2021 wird eine EBIT-Marge von rund 5-7% erwartet – abhängig von der weiteren Pandemieentwicklung sowie den Post-Merger-Integrationskosten der L3Harris-Einheiten.

    Frequentis AG

    Innovationsstraße 1, 1100 Wien
    Österreich
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