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Norbert Haslacher, Frequentis

Frequentis mit Jahresumsatz von über 303 Millionen Euro stark gewachsen

02. April 2020 | 07:41 Autor: Frequentis Startseite, Wien

Wien (A) Im Geschäftsjahr 2019 hat Frequentis das profitable Wachstum fortgeschrieben. Der Börsengang im Mai 2019 stellte einen Meilenstein für die weitere Unternehmensentwicklung dar. Gleichzeitig wurde die langfristige Wachstumsstrategie konsequent umgesetzt. So ist es mit der Digital (Remote) Tower-Technologie oder im Bereich Drohnen gelungen, neue Technologien für den Einsatz nutzbar zu machen und erste relevante Aufträge zu erzielen.

„Mit einem all-time-Höchststand an Aufträgen von fast EUR 400 Mio., unserem auch in Krisenzeiten nachhaltigen Geschäftsmodell und einem hoch engagierten Team sind wir auch für die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie gut gerüstet. Ein großer Dank an alle Kunden, die mit uns gemeinsam flexibel neue Methoden der Digitalisierung in der Zusammenarbeit umsetzen. Eine Herausforderung bleiben die Reiseeinschränkungen, da gewisse Arbeiten nur vor Ort beim Kunden durchgeführt werden können.“ sagt Frequentis CEO Norbert Haslacher. „Das Jahr 2019 hat erneut gezeigt, dass unsere Strategie richtig ist, als Innovationsführer eine aktive Rolle im Standardisierungsprozess sicherheitskritischer Anwendungen einzunehmen, ein globales Vertriebsnetzwerk zu haben und mit Bestandskunden zu wachsen.“

Eine Bestätigung für das hoch engagierte Team und dafür, dass die Mitarbeiter umfassendes Vertrauen in das Unternehmen und das Krisenmanagement des Vorstands haben, sieht Haslacher in der hohen Zustimmung für das Anfang März 2020 gestartete Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in Deutschland und Österreich: „Angesichts der aktuellen Coronavirus-Pandemie haben wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt, inwieweit wir das Programm jetzt weiterführen oder besser verschieben sollen – 70% sprachen sich für die weitere Durchführung aus.“

Ein Garant für die Stabilität von Frequentis und gleichzeitig wichtigster Wachstumsmotor bleibt die installierte Basis bei Bestandskunden. Über 40% der Umsätze entfallen auf Folgegeschäfte zu bereits installierten Systemen und Lösungen. Rund die Hälfte des Installed Base Business wurde mit Wartungsaufträgen erzielt. Der Rest verteilt sich auf neue Produkte und Projekte bei Bestandskunden, bestehende Produkte bei neuen Kunden sowie einen kleinen Consultinganteil.

„Neben der Zuverlässigkeit unserer Produkte und Systeme sowie der Verlässlichkeit all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schätzen unsere Kunden auch die solide Bilanzstruktur. In Verbindung mit den gesetzten Maßnahmen sehen wir uns für die Herausforderungen durch das Coronavirus gut aufgestellt. Für uns ist es wesentlich, nicht nur den kontinuierlichen Geschäftsverlauf zu gewährleisten, sondern auch die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Kinderbetreuung und Pflege in ihren Familien sicherzustellen.“ so Frequentis CFO Sylvia Bardach.

Auftragseingang und Auftragsstand
Der Auftragseingang der Frequentis-Gruppe stieg im Jahr 2019 um 9,0% oder EUR 27,4 Mio. auf EUR 333,7 Mio. Die regionale Verteilung zeigt folgendes Bild: Dominierend bleibt der europäische Stammmarkt mit 64% vor Amerikas mit 19% und Asien mit 12%. Es folgen Australien / Pazifik mit 4% und Afrika mit <2%.

Der Auftragsstand per 31. Dezember 2019 betrug EUR 391,5 Mio., eine Steigerung um 10,2% gegenüber dem 31. Dezember 2018.

Umsatz und EBIT
Der Umsatz konnte im Jahr 2019 um 6,3% auf EUR 303,6 Mio. zulegen, wobei beide Segmente Zuwächse verzeichneten. Nach Regionen entfielen im Jahr 2019 61% des Umsatzes auf Europa, 19% auf Amerikas, 13% auf Asien, 6% auf Australien / Pazifik, 1% auf Afrika, <1% waren nicht zugeordnet.

Das EBIT stieg um 10,3% oder EUR 1,6 Mio. auf EUR 17,2 Mio. Die EBIT-Marge (bezogen auf den Umsatz) verbesserte sich unter anderem durch margenstarke Projekte von 5,5% auf 5,7% im Jahr 2019. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 5,8% auf EUR 12,5 Mio. im Jahr 2019. Das Ergebnis je Aktie betrug EUR 0,93.

Dividendenvorschlag
Basierend auf dem verbesserten Konzernergebnis und unter Berücksichtigung der Unwägbarkeiten der Coronavirus-Pandemie schlägt der Vorstand der Hauptversammlung aus kaufmännischer Vorsicht eine unterhalb des Zielkorridors der Dividendenpolitik gelegene Dividende von EUR 0,15 je Aktie vor.

Akquisition von ATRiCS
Einen Meilenstein im bisherigen Jahresverlauf 2020 bildet die mehrheitliche Akquisition von ATRiCS, Deutschland, einem Software-Hersteller mit Sitz in Freiburg, der Lösungen für das Rollverkehrsmanagement auf Flughäfen sowie begleitende Beratung für Flughäfen und Flugsicherungen anbietet. Im März 2020 übernahm Frequentis 51% an dem 2002 gegründeten eigentümergeführten Unternehmen, die Vollkonsolidierung von ATRiCS in der Frequentis-Gruppe erfolgt ab Anfang April. Mit dem ersten Zukauf nach dem Börsengang treibt Frequentis die Diversifizierung des Produktportfolios weiter voran.

Ausblick 2020
Vom Rekordauftragsstand von EUR 391,5 Mio. zum 31.12.2019 (+10,2% gegenüber dem 31.12.2018) werden voraussichtlich Umsatzerlöse von rund EUR 215,5 Mio. im Jahr 2020 realisiert, der Rest im Jahr 2021 und den Folgejahren.

Nach einem positiven Jahresbeginn 2020 mit weiter steigendem Auftragseingang strebt Frequentis danach, Umsatz und Auftragseingang im Jahr 2020 weiter zu steigern. Mit der Ausbreitung des Coronavirus sind jedoch Risiken für das laufende Jahr verbunden. Die genauen Auswirkungen auf das Weltwirtschafts-Wachstum, die Projektabnahmen, die Lieferketten, die zur Verfügung stehenden Budgets und die potenzielle Verschiebung von Investitionen – mit entsprechenden Auswirkungen auf Umsatz und Auftragseingang – lassen sich derzeit jedoch noch nicht verlässlich abschätzen.

Für das Jahr 2020 sind Investitionen (CAPEX) in Höhe von rund EUR 5 Mio. veranschlagt. Die Aufwendungen für eigene, also nicht vom Kunden in Auftrag gegebene, Forschungs- & Entwicklungs­aktivitäten sollen in etwa auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2019 (EUR 22 Mio.) liegen. Um die Anwendungstauglichkeit von Anfang an sicherzustellen, werden alle Forschungs- & Entwicklungs­aktivitäten bereits im Frühstadium einer Business-Planung unterzogen.

Über FREQUENTIS
Frequentis mit Firmensitz in Wien ist ein internationaler Anbieter von Kommunikations- und Informationssystemen für Kontrollzentralen mit sicherheitskritischen Aufgaben. Solche „Control Center Solutions" entwickelt und vertreibt Frequentis in den Segmenten Air Traffic Management (zivile und militärische Flugsicherung, Luftverteidigung) und Public Safety & Transport (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Schifffahrt, Bahn). Als Weltkonzern verfügt Frequentis über ein internationales Netzwerk an Niederlassungen, Tochtergesellschaften und lokalen Repräsentanten in über 50 Ländern.

Produkte und Lösungen von Frequentis sind an mehr als 30.000 Arbeitsplätzen und in rund 140 Ländern zu finden. 1947 gegründet, ist Frequentis gemäß eigener Berechnung mit einem Marktanteil von 30% Weltmarktführer bei Sprachkommunikationssystemen für die Flugsicherung. Weltweit führend sind die Systeme der Frequentis-Gruppe außerdem im Bereich AIM (Aeronautical Information Management / Luftfahrtinformationsmanagement), bei Message Handling Systemen (Nachrichtensysteme für die Luftfahrt), sowie bei GSM-R Systemen im Bahnbereich. Die Aktien der Frequentis AG notieren unter dem Kürzel FQT, ISIN ATFREQUENT09, an der Wiener und Frankfurter Börse. Im Jahr 2019 wurde mit weltweit mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Umsatz von EUR 303,6 Mio. und ein EBIT von EUR 17,2 Mio. erwirtschaftet.

    Frequentis AG

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