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SprecherInnen der Pressekonferenz v. l. n. r. Mag. Armand Colard, CEO ESG Plus, Elisabeth Müller, MSc., COO ESG Plus, Em.O.Univ.Prof. Dr.phil. Helga Kromp-Kolb, Meteorologin und Klimaforscherin, Andreas Csurda, Vorstand der Allianz Vorsorgekasse AG. (Fotos: Michael Gruber)

ESG Plus GmbH startet mit Cleanvest kostenloses Vergleichsportal für Investitionen mit ethischen Kriterien

21. November 2019 | 08:49 Autor: comm:unications Startseite, Wien

Wien (A) „Jeder weiß, was in Bioprodukten steckt, ein Aktienfonds war dagegen bisher eine Art Blackbox. Das haben wir mit Cleanvest geändert“, so Armand Colard beim offiziellen Launch des ersten umfassenden Vergleichsportals für nachhaltiges Investieren. Dieser fand im Heuer am Karlsplatz in Wien statt und stieß auf große Resonanz. Colard ist Gründer und CEO von ESG Plus, das hinter Cleanvest steht. Mit seiner neuesten Idee möchte er zusammenbringen, was für ihn unbedingt zusammengehört, nämlich den Finanzmarkt mit Klimaschutz und sozialer Verantwortung.

Auf cleanvest.org kann sich jeder die Fonds anzeigen lassen, die zu seinen ganz persönlichen Werten passen – und das völlig kostenlos. Im Einzelnen geht es um acht Punkte: die Investition in grüne Technologien, in Bildung und Gesundheit, die Freiheit von Waffenproduktion, Kinderarbeit und Atomstrom sowie den Verzicht auf Investments in Kohle, Öl, Gas und Artenschutzvergehen. Den Kriterienkatalog hat das bereits mehrfach ausgezeichnete spezialisierte Beratungsunternehmen aus Wien ESG Plus gemeinsam mit NGOs wie dem WWF und anderen Experten entwickelt.

Und was ist mit der Rendite bei nachhaltigen Fonds? Auch die stimmt. Sie ist bei 70 Prozent der nachhaltigen Fonds nachweislich gleich gut oder besser als bei den nicht-nachhaltigen, die immer noch rund 90 Prozent des gesamten Fonds-Angebots in Österreich ausmachen. Geld zukunftsfähig zu investieren und dabei gut zu verdienen, ist damit nun dank CLEANVEST so einfach und rasch möglich wie noch nie.

Fonds-Angebote nachhaltiger gestalten
ESG Plus selbst erzielt seine Erlöse mit den Business-Kunden, welche die Daten für ihre FondsPortfolios verwenden. Zielgruppen sind alle institutionellen Anleger, etwa Vorsorge- und Pensionskassen, Versicherungen und Banken, aber auch Fintechs. Einige davon, wie die Allianz Vorsorgekasse und die Social-Trading-Plattform wikifolio.com, konnte das innovative und stark wachsende Unternehmen bereits zum Start von CLEANVEST gewinnen. „Dem Finanzsektor kommt eine Schlüsselrolle auf dem Weg hin zu einer dekarbonisierten Wirtschaft zu“, sagt Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb. Die renommierte Klimaforscherin der Universität für Bodenkultur Wien begrüßt die Bemühungen von ESG Plus, denn: „In diesem schwer durchschaubaren Sektor sind Transparenz und fundierte Nachhaltigkeits-Beratung essenziell.“

Das sieht man offenbar auch bei den Akteuren aus der Finanzindustrie so. „Als Betriebliche Vorsorgekasse nutzen wir gerne die umfangreichen Daten und die Expertise, die uns ESG Plus bietet“, freute sich Andreas Csurda, Vorstand der Allianz Vorsorgekasse AG beim Launch von CLEANVEST. „Besonders stolz sind wir auf die gemeinsam weiterentwickelte Version ‚CLEANVEST Advanced‘, dieunseren speziellen Anforderungen als institutioneller Investor bestens entspricht. Damit gehen wir den Weg weiter, um uns als die nachhaltige Vorsorgekasse am Markt zu positionieren.“

Mehr als 3.200 Fonds auf dem Prüfstand
Verglichen werden mehr als 3.200 Fonds, die einen Großteil des heimischen Angebots abdecken und rund 10.000 Unternehmen enthalten. Die sehr genaue Lupe von CLEANVEST beruht auf einereinheitlichen Metrik, die wesentlich strikter und detailreicher bewertet als bestehende Fonds-Plattformen. „Nur wenn man sich traut, die Aktivitäten in Fonds klar aufzuzeigen, erlaubt man Privatpersonen eine wohlinformierte Entscheidung und ermöglicht so einen echten Wandel“, begründet das Colard. Und genau dieser Wandel ist es, den ESG Plus befeuern wolle. Der Finanzmarkt habe schließlich eine ungeheure Hebelwirkung für die Transformation zu einer klima-, umwelt- und sozialverträglichen Welt.

Natürlich funktioniert Veränderung nur, wenn die Verbraucher mitmachen. Der Wille dazu ist da. Beispielsweise in Deutschland möchten etwa 40 Prozent nachhaltig investieren, doch nur 5 Prozent tun es tatsächlich, belegt eine Studie. In Österreich und anderen Ländern sieht es ähnlich aus. Bankberater kennen sich in Sachen Nachhaltigkeit zu wenig aus und die Fondsindustrie fragt dieEndkunden momentan noch nicht, welche Werte ihnen wichtig sind. „Mit CLEANVEST“, so Elisabeth Müller, zuständig für das operative Geschäft von ESG Plus, „kann nun jeder seiner Hausbank eine Wunschliste von nachhaltigen Fonds präsentieren.“

Was das bedeutet, kommentiert Andrea Johanides, Geschäftsführerin des WWF, so: „Nur wenn wir wissen, wo unsere Gelder wirken, können wir richtige Entscheidungen treffen. Und das erfordert Transparenz ohne Wenn und Aber.“ Neben der renommierten Umweltorganisation heben auch die anderen Mitglieder des NGO- und wissenschaftlichen Beirats von ESG Plus die Bedeutung des neuen Portals hervor – etwa das Umweltbundesamt, dessen Geschäftsführer Georg Rebernig sagt: „Veranlagungen in nachhaltigen Fonds sind nicht nur eine nachhaltige private Zukunftsvorsorge, sondern auch ein entscheidendes Investment in das Überleben des Planeten.“

Expansion nach Deutschland
Nicht zuletzt diese unabhängige Expertise macht das junge Unternehmen extrem glaubwürdig. Dessen nächster großer Schritt: die Expansion nach Deutschland im nächsten Jahr. Mittelfristig wolle man im gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus aktiv sein, so Colard: „Die Geldanlage kennt heute keine nationalen Grenzen mehr, doch sie sollte moralische haben.“

  • Armand Colard & Helga Kromp-Kolb (v.r.).
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  • Armand Colard, CEO ESG Plus.
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  • Elisabeth Müller, COO ESG Plus.
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  • Helga Kromp-Kolb, Meteorologin und Klimaforscherin.
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  • Andreas Csurda, Vorstand der Allianz Vorsorgekasse AG.
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