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Die Agrana Zuckerfabrik in Tulln. (Foto: Wiener Zucker)

Agrana schreibt 2020 Umsatz von 2,5 Milliarden Euro

11. Mai 2021 | 09:01 Autor: AGRANA Beteiligungs-AG Startseite, Wien

Wien (A) Die Agrana Beteiligungs-AG erzielte im Geschäftsjahr 2020|21 einen leicht erhöhten Konzernumsatz von 2.547,0 Mio. €. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag mit 78,7 Mio. € um 17,6 % über dem Wert des Vorjahres. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die COVID-19- Pandemie für alle Segmente das bestimmende Thema. 

Überblick über das Geschäftsjahr 2020|21:

  • Konzernumsatz: 2.547,0 Mio. € (+2,7 %; Vorjahr: 2.480,7 Mio. €)
  • Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT): 78,7 Mio. € (+17,6 %; Vorjahr: 66,9 Mio. €)
  • Ergebnis je Aktie: 0,96 € (+113,3 %; Vorjahr: 0,45 €)
  • Eigenkapitalquote: 53,8 % (Vorjahr: 54,0 %)
  • Dividendenvorschlag 2020|21 von 0,85 € je Aktie (Vorjahresdividende: 0,77 € je Aktie)
  • Im Segment Frucht lag das Fruchtzubereitungsgeschäft trotz Einmaleffekten ergebnismäßig über dem Vorjahr. Beim Fruchtsaftkonzentratgeschäft hingegen trafen schwache Apfelernten auf eine COVID-19- bedingte schwache Nachfrage, v. a. im Gastronomie- und Tourismusbereich, was in Summe zu einem deutlich schlechteren Ergebnis führte.
  • Im Segment Stärke standen schwächeren Stärke-Absätzen an die grafische Papierindustrie (Print) Mehrverkäufe an Kartonhersteller (Verpackung) gegenüber. Insgesamt waren die Stärke-Margen nachfragebedingt geringer, wodurch die operative Performance des Segmentes unter dem Vorjahr lag. Im Segment Zucker haben höhere Zuckererlöse und -mengen dazu beigetragen, das Ergebnis – wenngleich noch negativ - im Jahresvergleich deutlich zu verbessern.

"Trotz der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen durch die COVID-19-Pandemie konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr ein solides Ergebnis erzielen. Insgesamt zeigt sich einmal mehr, dass unsere stabile Geschäftsentwicklung zu einem Gutteil auf die Diversifikation unserer Geschäftsbereiche zurückzuführen ist", erklärt Agrana-Vorstandsvorsitzender DI Johann Marihart.

Konzernergebnisse
Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2020|21 –18,5 Mio. € (Vorjahr: –17,2 Mio. €). Einer Verbesserung beim Zinsergebnis (+0,4 Mio. € vs. Vorjahr) stand ein etwas schwächeres Währungsergebnis (–0,3 Mio. € vs. Vorjahr) gegenüber. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg von 49,7 Mio. € im Vorjahr auf 60,2 Mio. €. Nach einem Steueraufwand von 5,2 Mio. €, dem eine Steuerquote von 8,7 % (Vorjahr: 37,3 %) entspricht, betrug das Konzernergebnis 55,0 Mio. € (Vorjahr: 31,2 Mio. €).

Das den Aktionären der Agrana zurechenbare Konzernergebnis lag bei 59,8 Mio. € (Vorjahr: 28,1 Mio. €), das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg auf 0,96 € (Vorjahr: 0,45 €).

Die Agrana-Eigenkapitalquote errechnete sich mit 53,8 % um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2021 lagen mit 443,5 Mio. € um 20,5 Mio. € unter dem Wert des Bilanzstichtages 2019|20. Das Gearing zum Stichtag betrug folglich 33,4 % (29. Februar 2020: 33,9 %). Basierend auf Agranas langfristig ausgerichteter Dividendenpolitik wird der Vorstand der Hauptversammlung heuer die Ausschüttung einer Dividende von 0,85 € je Aktie vorschlagen (Vorjahresdividende: 0,77 € je Aktie).

Ergebnisse in den Segmenten
Der Umsatz im Segment Frucht ging im Vorjahresvergleich um 1,6 % leicht zurück. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere niedrigere Absatzmengen im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen. Das EBIT lag im Segment Frucht um 26,4 % unter dem Vorjahreswert. Der deutliche Ergebnisrückgang war vor allem auf eine verschlechterte Margen- und Absatzsituation im Fruchtsaftkonzentratbereich sowie auf eine deutlich gesunkene Kapazitätsauslastung der Werke in der Verarbeitungssaison 2020 aufgrund der geringen Apfelerntemengen zurückzuführen.

In einem hochvolatilen Geschäftsumfeld lag der Umsatz im Segment Stärke um 1,8 % über dem Vorjahreswert. Während bei den Hauptprodukten eine moderate Steigerung der Absatzmengen erzielt werden konnte, ging die Marktnachfrage bei Verzuckerungsprodukten COVID-19-bedingt zurück. Bei Bioethanol lagen die Platts-Notierungen mit 585 € pro m3 im Jahresdurchschnitt um rund 35 € pro m3 unter dem Vorjahreswert. Das EBIT im Segment lag um 13,8 % unter dem Vorjahresergebnis.

Im Segment Zucker übertraf der Umsatz das Vorjahr um 14,4 %. Zu dieser positiven Entwicklung führten sowohl höhere Zuckerverkaufspreise als auch gestiegene Zuckerverkaufsmengen, insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel. Das EBIT ist zwar noch immer negativ, konnte aber aufgrund des verbesserten Zuckerpreisniveaus gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden.

Ausblick
Trotz der weiterhin großen Herausforderungen aufgrund der COVID-19-Pandemie rechnet Agrana für das Geschäftsjahr 2021|22 mit einem deutlichen EBIT-Anstieg. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen. Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten wird mit rund 91 Mio. € deutlich unter den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 121 Mio. € liegen.

Personalia
In der Agrana Beteiligungs-AG erfolgt ein Wechsel beim von der Südzucker AG nominierten Agrana-Vorstandsmitglied: Frau Ingrid-Helen Arnold (52), MBA wurde vom Aufsichtsrat der Agrana Beteiligungs-AG mit Wirkung ab 1. Juni 2021 bis 30. April 2024 zum Mitglied des Vorstands der Agrana Beteiligungs-AG bestellt.

Die aus München stammende Vorständin der Südzucker AG wird bei Agrana das Ressort Interne Revision verantworten und folgt in dieser Funktion Herrn Dkfm. Thomas Kölbl, der mit 31. Mai aus dem Agrana-Vorstand ausscheiden und sich voll auf seine Funktion als Finanzvorstand der Südzucker AG konzentrieren wird.

Herr Dkfm. Kölbl war über 15 Jahre im Agrana-Vorstand tätig, wofür ihm der Aufsichtsrat besonderen Dank ausspricht.

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