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Dr. Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender (Foto: STRABAG SE)

Strabag SE mit besseren Ergebnissen im Halbjahr

31. August 2015 | 08:10 Autor: STRABAG Startseite, Wien

Wien (A) Der börsenotierte Baukonzern STRABAG SE hat seine Ergebnisse im ersten Halbjahr 2015 deutlich verbessert: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 54 %. Das im Halbjahr noch wie gewohnt negative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und das Ergebnis je Aktie lagen um 37 % bzw. 40 % weniger tief im negativen Bereich.

"2015 wollen wir unsere EBIT-Marge einen weiteren Schritt näher in Richtung unseres Ziels von 3 % bringen. Das Halbjahr zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Diese Verbesserungen beim Ergebnis freuen uns umso mehr, als wir gleichzeitig auch Umsatz und Leistung gesteigert haben. Jedoch lassen sich diese Steigerungsraten nicht ohne Weiteres auf das Jahr hochrechnen. Was das Geschäftsjahr angeht, bestätigen wir daher unseren Ausblick: Die Leistung sollte bei EUR 14,0 Mrd., das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bei zumindest EUR 300 Mio. zu liegen kommen",erläutert Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE.

Leistung und Umsatz
Die STRABAG SE erbrachte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2015 eine Leistung in Höhe von EUR 6.204,67 Mio. - eine Steigerung um 7 %. Dazu trugen vor allem die Märkte Deutschland, Slowakei, Polen und Chile bei. Der Konzernumsatz lag ebenso wie die Leistung höher: Er steigerte sich ebenfalls um 7 % auf EUR 5.745,47 Mio.

Auftragsbestand
Beim Auftragsbestand waren unterschiedliche Tendenzen zu verzeichnen: In Polen ließen einige Schnellstraßen und ein großes Hochbauprojekt den Bestand deutlich in die Höhe klettern. Dagegen reduzierte er sich ausgehend von einem hohen Niveau in Deutschland. In Ungarn und in Chile werden Großprojekte abgearbeitet. In Summe kam der Auftragsbestand per 30.6.2015 bei EUR 14.841,43 Mio. zu liegen - ein Rückgang um 4 % gegenüber dem 30.6.2014.

Ertragslage
Die Ergebnisentwicklung des STRABAG-Konzerns ist aufgrund der eingeschränkten Bautätigkeit im Winter einer deutlichen Saisonalität unterworfen. Das erste Halbjahr liefert typischerweise einen negativen Ergebnisbeitrag, der durch das Ergebnis im zweiten Halbjahr überkompensiert wird. Wegen der saisonalen Entwicklung ist ein Vergleich der Ergebnisse zum Vorquartal nicht sinnvoll.

Mit dem gestiegenen Umsatz verbesserte sich das EBITDA im ersten Halbjahr 2015 um 54 % auf EUR 123,83 Mio. Die Abschreibungen zeigten sich mit EUR -192,25 Mio. nach EUR -188,41 Mio. in etwa auf Vorjahresniveau. Das EBIT lag bei EUR -68,42 Mio. und damit um 37 % weniger tief im negativen Bereich. Dazu trug mehrheitlich das Segment Süd + Ost bei.

Deutliche positive Wechselkursdifferenzen, vor allem hinsichtlich des Schweizer Franken, in Höhe von EUR 16,08 Mio. gegenüber EUR 4,55 Mio. im Vergleichszeitraum führten dazu, dass sich das Zinsergebnis mit EUR 0,69 Mio. - nach zuvor EUR -13,00 Mio. - positiv darstellte. In Summe errechnet sich ein um 44 % besseres Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR -67,73 Mio. Dementsprechend gestalteten sich die Ertragsteuern mit EUR 6,26 Mio. erneut im positiven Bereich und damit entlastend, lagen jedoch 72 % unter jenen des Vergleichszeitraums. Da die Fremdanteilseigner einen Verlust von EUR 5,96 Mio. mittrugen, verbesserte sich das Konzernergebnis um 40 % auf EUR -55,51 Mio. Bei 102.600.000 ausstehenden Aktien gleicht dies einem Ergebnis je Aktie von EUR -0,54 nach EUR -0,91 im ersten Halbjahr des Vorjahrs.

Die Fortschritte im zweistelligen Prozentbereich waren auch im zweiten Quartal zu beobachten: Das EBITDA erhöhte sich um 26 % auf EUR 189,92 Mio. Das EBIT stieg um 63 % auf EUR 90,90 Mio. und das Konzernergebnis um 57 % auf EUR 60,96 Mio.

Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme per 30.6.2015 nahm gegenüber dem Jahresende 2015 etwas zu (+3 %). Bilanzprägend war die saisonübliche Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - das Resultat des gestiegenen Umsatzes - bei gleichzeitiger Reduktion der liquiden Mittel. Auch erhöhten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten, was aus der Begebung einer Anleihe mit einem Volumen von EUR 200 Mio. im ersten Quartal 2015 resultiert. Die Bilanzverlängerung führte dazu, dass die Eigenkapitalquote nach 30,6 % zu Jahresende 2014 auf 29,1 % etwas zurückging; sie blieb aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Nettoverschuldung verbesserte sich von EUR 281,73 Mio. per Ende Juni des Vorjahrs auf EUR 200,74 Mio.

Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg um 71 % auf EUR 79,94 Mio. Dass sich der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit mit EUR -290,07 Mio. aber um 60 % tiefer im negativen Terrain befand, ist u. a. dem deutlichen Forderungsaufbau geschuldet, der nicht zur Gänze durch höhere Verbindlichkeiten ausgeglichen werden konnte. Die anderen Cashflows verbesserten sich: Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigte sich wegen erhöhter Anlagenverkäufe mit EUR -105,55 Mio. nach EUR -137,18 Mio. weniger negativ. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit profitierte von der beschriebenen Anleiheemission.

Mitarbeiteranzahl
Der Anstieg bei der Mitarbeiteranzahl um 2 % auf 72.837 Personen ist auf den Erwerb der in Deutschland und Österreich ansässigen DIW-Gruppe im Vorjahr zurückzuführen. Die Zu- und Abnahmen in den anderen Märkten glichen sich aus: So wurden z. B. in der Region Americas gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahrs über 1.000 Personen zusätzlich beschäftigt, wohingegen der Mitarbeiterstand in Afrika um eine ähnlich hohe Anzahl verringert wurde.

Ausblick
Der Vorstand der STRABAG SE rechnet für das Geschäftsjahr 2015 weiterhin mit einer Erhöhung der Leistung von EUR 13,6 Mrd. auf EUR 14,0 Mrd. Das EBIT soll sich auf zumindest EUR 300 Mio. steigern. Demnach würden sich die bisherigen Anstrengungen, das Risikomanagement weiter zu verbessern und die Kosten zu senken, bereits im Ergebnis bemerkbar machen. Damit käme das Unternehmen seinem Ziel, 2016 eine EBIT-Marge (EBIT/Umsatz) von 3 % zu erreichen, einen Schritt näher.

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