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STRABAG-Haus Wien (Foto: STRABAG)

Strabag SE: Ergebnisse nach neun Monaten gesteigert

30. November 2015 | 08:32 Autor: Strabag SE Startseite, Wien

Wien (A) Der börsenotierte Baukonzern STRABAG SE hat seine Ergebnisse in den ersten neun Monaten 2015 deutlich gesteigert: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zeigte zweistelliges Wachstum, das Ergebnis je Aktie kletterte von € 0,14 auf € 0,57. Der Auftragsbestand reduzierte sich ausgehend von einem hohen Niveau.

„Wir haben die Weichen gestellt, damit sich unsere Rentabilität mittelfristig erhöht – 2015 wirken sich diese Bemühungen erneut sichtbar positiv auf das Ergebnis aus. Die Ergebnisse der ersten neun Monate stimmen jedenfalls zuversichtlich, dass wir dem Ziel, unsere EBIT-Marge nachhaltig auf 3 % anzuheben, einen weiteren Schritt näher kommen werden. Diese guten Nachrichten scheinen etwas durch das Minus von 11 % beim Auftragsbestand gedämpft. Selbstverständlich haben wir ein Augenmerk darauf, für einen konstanten Fluss neuer Aufträge zu sorgen. Allerdings liegt unser Hauptziel darin, die Rentabilität zu steigern. Ein stärkeres Risikomanagement bedeutet auch, dass wir uns bei dem einen oder anderen Projekt aus Risikoüberlegungen nicht engagieren“, erläutert Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE.

Leistung und Umsatz
Die STRABAG SE erbrachte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2015 eine Leistung in Höhe von € 10.255,51 Mio. – eine Steigerung um 6 %. Dazu trugen vor allem die Märkte Slowakei, Deutschland, Tschechien und Polen bei. Der konsolidierte Konzernumsatz lag ebenso wie die Leistung höher: Er steigerte sich um 7 % auf € 9.480,72 Mio.

Auftragsbestand
Beim Auftragsbestand waren unterschiedliche Tendenzen zu verzeichnen: In Polen ließen einige Schnellstraßenprojekte den Bestand in die Höhe klettern. Dagegen reduzierte er sich besonders deutlich in Russland sowie – doch ausgehend von einem hohen Niveau – in Deutschland. Auch in Ungarn, Chile und der Slowakei werden Großprojekte abgearbeitet. In Summe kam der Auftragsbestand per 30.9.2015 daher bei € 13.761,27 Mio. zu liegen – ein Rückgang um 11 % gegenüber dem 30.9.2014.

Ertragslage
Mit dem gestiegenen Umsatz verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in den ersten neun Monaten 2015 um 15 % auf € 403,79 Mio. Die Abschreibungen zeigten sich mit € -287,98 Mio. nach € -285,54 Mio. in etwa auf Vorjahresniveau. Das EBIT kletterte auf € 115,81 Mio. nach oben. Dazu trugen die Segmente Süd + Ost sowie International + Sondersparten bei.

Positive Wechselkursdifferenzen, vor allem hinsichtlich des Schweizer Franken, in Höhe von € 6,61 Mio. gegenüber € 1,65 Mio. im Vergleichszeitraum sowie die Zinssatzreduktion der Personalrückstellungen führten dazu, dass sich das Zinsergebnis mit € -13,97 Mio. nach zuvor € -24,85 Mio. weniger negativ darstellte. In Summe errechnet sich ein besseres Ergebnis vor Steuern (EBT) von € 101,84 Mio. Obwohl sich die Ertragsteuern aufgrund des gestiegenen Ergebnisses auf € -38,30 Mio. verdoppelten, erhöhte sich das Ergebnis nach Steuern auf € 63,54 Mio. An die Fremdanteilseigner ging ein beinahe unverändertes Ergebnis von € 5,20 Mio., sodass sich das Konzernergebnis von € 14,40 Mio. im Vorjahresvergleich nun auf € 58,34 Mio. vervielfachte. Bei 102.600.000 ausstehenden Aktien gleicht dies einem Ergebnis je Aktie von € 0,57 nach € 0,14 in den ersten neun Monaten des Vorjahrs.

Im dritten Quartal waren Fortschritte im einstelligen Prozent-Bereich zu beobachten: Das EBITDA erhöhte sich um 4 % auf € 279,96 Mio. Das EBIT stieg um 7 % auf € 184,23 Mio. und das Konzernergebnis um 6 % auf € 113,85 Mio.

Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme per 30.9.2015 nahm gegenüber dem Jahresende 2014 etwas zu (+4 %). Bilanzprägend war die saisonübliche Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei gleichzeitiger Reduktion der liquiden Mittel. Auch erhöhten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten, was aus der Begebung einer Anleihe mit einem Volumen von € 200 Mio. im ersten Quartal 2015 resultiert. Die Bilanzverlängerung führte dazu, dass die Eigenkapitalquote nach 30,6 % zum Ende 2014 auf 29,7 % etwas zurückging; sie blieb aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Nettoverschuldung verbesserte sich dank höherer liquider Mittel von € 472,22 Mio. per Ende September des Vorjahrs auf € 100,42 Mio.

Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg um 20 % auf € 310,72 Mio. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit ist mit € -108,25 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber kaum verändert, weil sich das Geschäft rund um Projektentwicklungen im Hochbau ausgeweitet hat. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigte sich mit € -179,04 Mio. nach € -380,62 Mio. weniger negativ, weil im Vorjahr der Mittelabfluss aus dem Erwerb der mit Facility Services betrauten, in Deutschland und Österreich ansässigen DIW-Gruppe sowie ein nennenswerter Erwerb von Finanzanlagen enthalten war. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit konnte nicht von der beschriebenen Anleiheemission profitieren, da gleichzeitig in höherem Ausmaß Bankverbindlichkeiten getilgt wurden – er kam bei € -83,16 Mio. nach € -79,99 Mio. zu liegen.

Mitarbeiteranzahl
Der Anstieg bei der Mitarbeiteranzahl um 2 % auf 73.447 Personen ist auf den Erwerb der DIW-Gruppe im Vorjahr zurückzuführen. Die Zu- und Abnahmen in den anderen Märkten glichen sich in etwa aus: So wurden z. B. in der Region Americas gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahrs über 1.000 Personen zusätzlich beschäftigt, wohingegen der Mitarbeiterstand in Afrika um eine ähnlich hohe Anzahl verringert wurde.

Ausblick
Der Vorstand der STRABAG SE rechnet für das Geschäftsjahr 2015 weiterhin mit einer Erhöhung der Leistung von € 13,6 Mrd. auf € 14,0 Mrd. Das EBIT soll sich auf zumindest € 300 Mio. steigern. Demnach würden sich die bisherigen Anstrengungen, das Risikomanagement weiter zu verbessern und die Kosten zu senken, bereits im Ergebnis bemerkbar machen. Damit käme das Unternehmen seinem Ziel, 2016 eine EBIT-Marge (EBIT/Umsatz) von 3 % zu erreichen, einen Schritt näher.

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