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Bundesminister Andrä Rupprechter verleiht ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz die Gold Auszeichnung nach dem klimaaktiv Gebäudestandard. (Foto: ORF/Roman Zach-Kiesling)

klimaaktiv Gold-Auszeichnung für Sanierung im ORF-Zentrum

28. Juni 2017 | 09:05 Autor: APA-OTS Österreich, Wien

Wien (A) Im Rahmen eines Medientermins erhielt der ORF die klimaaktiv Gold Auszeichnung für die abgeschlossene Sanierung des Objekt 1 des ORF-Zentrums. Umweltminister Andrä Rupprechter übergab ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz die begehrte Urkunde für die erste abgeschlossene Gold Sanierung nach dem klimaaktiv Gebäudestandard für denkmalgeschützte Bauten in Österreich.

„Mit dieser Sanierung leistet der ORF einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und ist ein echtes Vorbild. Gebäude sind viele Jahrzehnte lang im Betrieb – gerade beim Heizen und Sanieren ist Weitsicht also enorm wichtig. klimaaktiv Gebäude sind nicht nur für die Umwelt, sondern langfristig betrachtet auch wirtschaftlich ein Gewinn. Ich hoffe, dass viele weitere Projekte diesem vorbildlichen Beispiel folgen“, erklärte Bundesminister Andrä Rupprechter.

Für ORF-Generaldirektor Wrabetz ist es gerade für ein öffentlich-rechtliches Medienunternehmen wie den ORF essenziell, nicht nur über Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu berichten, sondern auch im eigenen Bereich Maßnahmen zu setzen. „Mit der klimaaktiv Auszeichnung senden wir ein deutliches klimapolitisches Signal und zeigen, dass wir den Klimaschutz nicht nur in unseren Programmen zum Schwerpunkt machen, sondern auch als Unternehmen sehr ernst nehmen.“

klimaaktiv Gold für nachhaltiges Bauen
Sowohl für die Sanierung als auch für den Neubau wurden vom ORF klare Vorgaben für Nachhaltigkeit und Klimaschutz gemacht. Dazu wurden die Kriterien gängiger Zertifizierungssysteme analysiert und daraus Anforderungen für den neuen Medienstandort definiert. Nach eingehender Diskussion hat der ORF entschieden, sich an den Kriterien des österreichischen klimaaktiv Gebäudestandards des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) zu orientieren, da mit diesen Standards – insbesondere in den Bereichen Energieeffizienz und Baustoffe – die klarsten und auch strengsten Vorgaben im internationalen Vergleich zu erfüllen sind.

Die Sanierung des Objekt 1 ist der erste abgeschlossene Teil des umfassenden ORF Medienstandortprojekts am Wiener Küniglberg. Trotz der schwierigen Vorgaben aufgrund des Denkmalschutzes konnte klimaaktiv Gold erreicht werden.

Daten und Fakten:

  • Als erstes denkmalgeschütztes Dienstleistungsgebäude in Österreich konnte beim Objekt 1 eine Sanierung im klimaaktiv Gold Standard fertiggestellt werden.
  • Es konnten 971 von 1.000 möglichen Punkten erreicht werden.
  • Durch die thermische Sanierung wird der Transmissionswärmebedarf des Gebäudes etwa halbiert. Dies bedeutet eine Halbierung der Heizkosten.
  • Durch den Einbau einer Wärmerückgewinnung in die Klimaanlagen wird der Lüftungswärmebedarf um 60 % reduziert.
  • Durch den Einsatz von LED-Beleuchtung ist – in Abhängigkeit des Nutzerverhaltens – mit Einsparungen von ca. 30-40 % zu rechnen.
  • Die Verwendung von umwelt- und klimafreundlichen Baustoffen und Materialien wird auch für gesundes Raumklima sorgen und sich positiv auf die Gesundheit der MitarbeiterInnen und BesucherInnen auswirken.
  • Zudem wurde bei der Sanierung großer Wert auf weitgehende Barrierefreiheit gelegt.
  • Mit der Sanierung des Objekt 1 ist das ORF-Medienstandortprojekt noch lange nicht abgeschlossen. In den nächsten Jahren werden alle Gebäude des ORF-Zentrums saniert und ein zusätzlicher Neubau errichtet. Die bisherigen klimaaktiv Erfahrungen werden bei allen weiteren Sanierungsschritten genutzt, um ein Optimum für Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zu erreichen.


Zum Objekt
Das ORF-Zentrum am Küniglberg in Wien wurde ab 1968 nach Plänen von Roland Rainer errichtet und in den Jahren 1972-1975 schrittweise in Betrieb genommen. 2007 wurden weite Teile des Areals unter Denkmalschutz gestellt. Im Jahr 2014 wurde vom ORF-Stiftungsrat beschlossen, das ORF-Zentrum umfassend zu sanieren und weitere Wiener ORF-Bereiche am neuen Medienstandort anzusiedeln.

Zum klimaaktiv Gebäudestandard
Der klimaaktiv Gebäudestandard des BMLFUW ist im deutschsprachigen Raum das erfolgreichste Gütesiegel für das nachhaltige Bauen. Dies ist umso erstaunlicher, da klimaaktiv im internationalen Vergleich mit Abstand die strengsten Qualitätskriterien im Bereich Energieeffizienz definiert. Kriterienkataloge gibt es inzwischen für Neubauten und Sanierungen von Wohn-, Büro- und Dienstleistungsgebäuden. Es wurden auch klimaaktiv Kriterien für Gebäude entwickelt, an die aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen erhöhte Anforderungen in baukultureller und denkmalschützerischer Hinsicht gestellt werden. Dieser Kriterienkatalog kann daher für alle Gebäude angewendet werden, bei denen keine umfassende thermische Sanierung machbar ist. Die strengen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz können beispielsweise durch eine spürbare Reduktion des Energieverbrauchs sowie eine deutliche Steigerung im Bereich des Komforts und der Behaglichkeit für die Nutzerinnen und Nutzer erreicht werden.

Zehn Jahre Österreichischer Klimaschutzpreis
Der Österreichische Klimaschutzpreis wird seit 2008 gemeinsam vom ORF und dem BMLFUW in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzinitiative klimaaktiv und Partnern vergeben. In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt fast 2.800 Klimaprojekte eingereicht. Die bisweilen erfolgreichsten Bundesländer sind die Steiermark mit zehn Auszeichnungen, gefolgt von Niederösterreich mit acht und Wien und Oberösterreich mit jeweils sieben Preisträgern. Rund 40.000 Menschen gaben jährlich ihre Stimme für ihr Lieblingsprojekt ab. Im Durchschnitt werden jährlich 3,4 Millionen Österreicherinnen und Österreicher mit den Beiträgen vom ORF-Servicemagazin „heute konkret“ erreicht.
www.klimaschutzpreis.at

ORF Schwerpunkt „Nachhaltigkeit“
Der ORF hat die Themen „Klimaschutz“ und „Nachhaltigkeit“ vor zehn Jahren zum Unternehmensschwerpunkt gemacht und ist Österreichs größte Informationsplattform zu diesen wichtigen Zukunftsthemen. Unter anderem hat der ORF seither zehn multimediale Programmschwerpunkte zu Themen wie „Wasser“, „Klima“ oder „Lebensmittelverschwendung“ umgesetzt, den Österreichischen Klimaschutzpreis gemeinsam mit dem Umweltministerium ins Leben gerufen, den „Eurovision Song Contest“ 2015 zum ersten Mal in der 60-jährigen Geschichte des größten TV-Unterhaltungsevents durchgängig nach anerkannten Umweltstandards als Green Event organisiert und die Initiative MUTTER ERDE gemeinsam mit den heimischen Umweltschutz-NGOs etabliert. Dadurch konnte ein Millionenpublikum erreicht werden. Allein die letzte MUTTER ERDE-Schwerpunktwoche zum Klimaschutz erreichte mehr als drei Millionen Seherinnen und Seher.

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