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Die Geiger Gruppe liefert, baut, saniert und entsorgt für Infrastruktur, Immobilien und Umwelt.

Geiger Gruppe holt aus Aluschlackendeponie Wiener Neustadt wertvolle Rohstoffe

16. Jänner 2017 | 12:08 Autor: Milestones in Communication Österreich, Wien

Wien (A) Aus einer gefährlichen Altlast wird eine Quelle wertvoller Rohstoffe. Nach diesem Prinzip wird ein Konsortium der Unternehmen Wilhelm Geiger Gesellschaft m.b.H., Umweltschutz Ost GmbH und Huber Umweltmanagement GmbH die Aluminiumschlackendeponie in Wiener Neustadt sanieren. 80 Prozent der dort gelagerten Abfälle werden wieder verwertet. Vor allem wertvolles Aluminium wird energieund CO2-sparend gewonnen. Das Projekt startet sofort – mit Jänner 2017. In acht Jahren und damit zwei Jahre früher, als geplant, soll die gefährliche Altlast endgültig beseitigt sein.

Die Aluminiumschlackendeponie Wiener Neustadt wurde in den Jahren 1974 bis 1991 mit Abfällen der Holz- und Textilindustrie sowie Aluminiumkrätzestaub gefüllt. Seit 1991 ist sie als gefährliche Altlast eingestuft. Die jahrzehntelangen Ablagerungen haben die Beeinträchtigung des Grundwassers und die Entstehung von Wasserstoff, Methan und Ammoniak zur Folge. Nun wird diese Deponie
geräumt.

Aus Aluminiumschlacke wird wertvoller Rohstoff

Durch neuartige Verfahren können aus der Deponie wertvolle Rohstoffe gewonnen werden, insbesondere Rohaluminium. Das Konsortium W. Geiger Ges.m.b.H., Umweltschutz Ost GmbH und Huber Umweltmanagement GmbH, das diesen Auftrag erhalten hat, wird rund 80 Prozent der Ablagerungen als Rohstoff verwerten. Der Rest wird so behandelt, dass er keinen gefährlicher Abfall mehr darstellt und
umweltgerecht entsorgt. Auf der Deponie wird eine chemisch-physikalische Abfallbehandlungsanlage errichtet. Mit dieser werden metallisches Aluminium und andere verwertbare Rohstoffe aus der Aluminiumkrätze abgeschieden. Das metallische Aluminium wird
dann als wertvoller Rohstoff von der Aluminiumindustrie verwendet. Alumininium ist generell unbeschränkt recyclbar.

Deponie wird zwei Jahre früher geräumt sein, als geplant
Die Auftragssumme des Projekts beträgt rund 167 Millionen Euro. Vertraglicher Projektbeginn ist der 1. Jänner 2017. Die Projektdauer beträgt rund acht Jahre. Dies sind zwei Jahre weniger, als ursprünglich geplant. Für die Projektausführung wurde eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) mit Sitz in Wiener Neustadt gegründet. Die Geiger Umwelt GmbH verlegt ihren Hauptsitz von Wienerherberg nach Wiener Neustadt.

Wie die Sanierung der Aluminiumschlackendeponie abläuft
In den ersten beiden Jahren erfolgen die vorbereitenden Arbeiten für die Sanierung. In dieser Zeit wird die komplette erforderliche Infrastruktur direkt bei der Deponie errichtet:

  • Vorarbeiten (z.B. Baustellenzufahrt herstellen, Beweissicherung, Rodung und Ersatzaufforstung, Gemeindestraße umlegen)
  • Einrichtung der Baustelle und der erforderlichen Infrastruktur
  • Errichtung einer chemisch-physikalischen Abfallbehandlungsanlage direkt bei der Deponie


Die eigentlichen Sanierungsarbeiten beginnen im Jahr 2019 und dauern rund fünf Jahre:

  • Vorerkundung des Räumbereichs: Dabei werden die zu räumenden Ablagerungsbereiche mit Bohrungen und/oder Baggerschürfen nochmals erkundet, sodass die Abfälle reibungslos abgebaut werden können.
  • Abbau der Ablagerungen (rund eine Million Tonnen)
  • Die Abfälle werden im Schutz einer Überdachung geborgen und in der chemisch-physikalischen Abfallbehandlungsanlage am Gelände verarbeitet.
  • Behandlung der Aluminiumkrätze in der Vorort-Behandlungsanlage und anschließende Verwertung bzw. Beseitigung: Durch eine Kombination von physikalischen (trockenmechanischen) und chemischen Behandlungsstufen werden die Schadstoffe eliminiert bzw. dauerhaft gebunden. Das dadurch gewonnene metallische Aluminium wird in der Aluminiumindustrie verarbeitet. Ebenso werden andere Inhaltsstoffe verwertet. In Summe liegt die Verwertungsquote der Aluminiumkrätzen bei rund 80 Prozent. Nicht wiederverwertbare Materialanteile sind nach der Behandlung nicht mehr gefährliche Abfälle und werden den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend, umweltgerecht entsorgt.

    Mit dem vorgesehenen Behandlungsverfahren ergeben sich gegenüber einer konventionellen Behandlung deutliche Verbesserungen: Die Sanierungsdauer wird um zwei Jahre verkürzt und der Energiebedarf um ein Vielfaches gesenkt. Gleichzeitig ist die Verwertungsquote insbesondere von hochwertigem metallischem Aluminium deutlich höher.

  • Abtransport und Behandlung der sonstigen Abfälle: Bei der Sanierung werden auch die anderen abgelagerten Abfälle wie z.B. Holzabfälle, Baurestmassen, Siedlungs-und Gewerbeabfälle sowie der durch die Ablagerung kontaminierte Untergrund geborgen und ordnungsgemäß entsorgt.

Für den Projektabschluss erfolgen im letzten Projektjahr folgende Tätigkeiten:

  • Rückbau der Vorort-Abfallbehandlungsanlage
  • Behandlung des Bodens: Durch eine gezielte Belüftung von Bodenschichten unterhalb der Ablagerungen können Schadstoffe im Boden eliminiert werden.
  • Wiederverfüllung und Reprofilierung des Sanierungsgeländes
  • Räumen der Baustelle
  • Josef Geiger, Geschäftsführender Gesellschafter der Geiger Unternehmensgruppe
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  • Rainer Adami, Geschäftsführer der Geiger Umwelt GmbH (Österreich)
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Geiger Umwelt GmbH

Trattnerring 13, 2435 Wienerherberg, Österreich
+43 2230 21375

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