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Bladescape und Kontrol entwickeln innovatives Sicherheitssystem für zuverlässige Langstreckeneinsätze von Drohnen

02. Oktober 2020 | 15:47 Autor: APA-OTS Startseite, Niederösterreich, Wien

Wien/Schwechat (A) Der Einsatz von autonomen Drohnen „außerhalb des Sichtbereiches“ eröffnet viele neue Anwendungsmöglichkeiten für die Sicherheit, Verfügbarkeit und Überwachung von streckengebundenen Infrastruktureinrichtungen. Gemeinsam haben die beiden Technologieunternehmen BLADESCAPE Airborne Services und KONTROL ein hochinnovatives System entwickelt, welches als Ko-Pilot während des automatisierten Fluges der Drohnen, die Einhaltung der hohen Sicherheitsanforderungen gewährleistet.

Ausgestattet mit dem neuen Ko-Pilot-System weichen die Fluggeräte autonom unvorhergesehenen Hindernissen wie anderen Luftfahrzeugen aus, oder reagieren autonom auf unerwartete Vorkommnisse. Die Zustandserfassung von weitläufigen oder entlegenen Infrastruktureinrichtungen kann somit künftig schneller, genauer und ohne Gefährdung von Mitarbeitern erfolgen.

„Der Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugsystemen, UAS, zur Inspektion von Bauwerken und Anlagen der Infrastruktur bringt sehr viele Vorteile mit sich, welche bereits zahlreiche Unternehmen nutzen“, erläutert Gerhard Peller, Geschäftsführer von BLADESCAPE. „Der künftige Einsatz von Drohnen für automatisierte Flüge über Strecken von weit über 30 km, eröffnet aber gänzlich neue Einsatzmöglichkeiten für mehr Effizienz von Zustandserfassungen, vor allem aber zur Sicherheit und Reaktionsschnelligkeit bei Krisensituationen wie beispielsweise Naturkatastrophen oder Unfällen.“

Gerhard Peller: Voraussetzung für den Einsatz von Drohnen über lange Distanzen ist ein absolut sicherer und zuverlässiger Betrieb und somit Minimierung des Luft- und Bodenrisikos.

„Wesentliche Kriterien dabei sind der sichere Einsatz und eine Antriebsform, welche die notwendigen Flugzeiten ermöglicht“, führt Peller weiter aus. Der heute im Rahmen einer Technologiepräsentation von BLADESCAPE und KONTROL vorgestellte KoPilot setzt dabei neue Qualitätsstandards bei der Sicherheit von genehmigungsfähigen Langstreckeneinsätzen im Dauerbetrieb. Hinsichtlich Antriebsform setzt BLADESCAPE dabei auf grünen Wasserstoff. Dies ist derzeit die sicherste und umweltfreundlichste Lösung, und bietet die mit Abstand längsten Betriebszeiten.

Magnus Brunner: „Langstreckeneinsätze von wasserstoffbetriebenen Drohnen bringen enorme Vorteile für streckengebundene Infrastrukturunternehmen.“

Magnus Brunner, zuständiger Staatssekretär erläutert, dass der Langstreckeneinsatz von Drohnen ein erwarteter nächster Entwicklungsschritt ist und insbesondere für streckengebundene Infrastruktureinrichtungen enorme Vorteile mit sich bringt. Erfreulich ist, dass innovative Unternehmen wie BLADESCAPE auch bei Drohnen auf grünen Wasserstoff als zukunftsorientierte Antriebsform setzen und so einen Beitrag zur Erreichung unserer Umweltziele leisten. „Denn gerade in Zeiten wie diesen ist Innovation ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und Motor für einen zukunftsfitten Standort. Wir dürfen die weltweiten Entwicklungen weder im Drohnen-Bereich noch im Wasserstoff-Sektor verschlafen – denn sie passieren jetzt. Die Projektpartner gehen hier einen wesentlichen Schritt in Richtung Zukunft“, so der Staatsekretär.

Stefan Wagenhofer: „Der Einsatz von Drohnen, kombiniert mit einer automatisierten Auswertung der Daten, ermöglichen einen deutlichen Fortschritt bei der Zustandserfassung von Leitungstrassen.“

Als Vertreter der Infrastrukturunternehmen erläutert Stefan Wagenhofer, Geschäftsführer von Gas Connect Austria, den Bedarf am Einsatz der neuen Technologie am Beispiel von Pipelines. Um einen sicheren Betrieb der kritischen Infrastruktur zu gewährleisten wird das österreichweite Gas-Netz regelmäßig kontrolliert. Die künftige Befliegung mit Drohnen zusammen mit automatisierter Datenauswertung auf Veränderungen im Trassenverlauf, wie Sie BLADESCAPE entwickelt hat, ermöglichen eine neue Qualität der Inspektion und das frühzeitige Erkennen der Veränderungen oder Gefahren.

Die Zukunft: Autonom ausweichende Drohnen
Peller erläutert, dass auf langen Strecken ohne Sichtkontakt immer mit unerwarteten Situationen gerechnet werden muss. Wenn beispielsweise ein Rettungshubschrauber die Flugroute der Drohne kreuzt, sollte diese die Situation erkennen und unmittelbar ein Ausweichmanöver einleiten, sowie im Anschluss den Inspektionsflug gesichert fortführen. Wichtig dabei, dass das autonome Ausweichmanöver jeweils den Örtlichkeiten und geltenden Vorschriften angepasst ist. Nur unter Einsatz eines derartigen automatisierten Systems kann eine sichere Ausrollung von Langstreckeneinsätzen mit Drohnen erfolgen. Mit Wasserstoffantrieb können leistungsfähigere Geräte um ein Vielfaches sicherer auf Langstrecken betrieben werden. Ein wesentlicher Vorteil dabei, dass durch die längeren Einsatzzeiten der Fokus auf die Qualität der Datenerfassung gelegt werden kann und nicht das reine Fliegen im Vordergrund steht.

Die Flugverkehrsvorschriften als Handlungsanleitung
Die Funktionsweise des Sicherheitssystems KoPilot erläutert Andreas Lauringer, Geschäftsführer KONTROL. Für derartige Einsätze ist Vertrauen in die Technik nicht ausreichend, vielmehr muss die Funktionstüchtigkeit und das 100%ig korrekte Verhalten der Drohne gesichert sein. Die Grundlage für die Handlungen des Systems bilden die Flugverkehrsvorschriften, welche im System entsprechend abgebildet sind. Erfasst einer der Sensoren ein Hindernis oder wird ein Kollisionskurs erkannt, werden Ausweichmanöver bis hin zur Einleitung einer Landung gemäß diesen Vorschriften eingeleitet. Die umfassenden Sensoren erkennen somit das Umfeld und der entwickelte KoPilot setzt autonom die vorgegebenen Vorschriften um. Der KoPilot, wie aktuell in das BLADESCAPE-System integriert, stellt somit ein formal verifizierbares und zertifizierbares System dar, welches eine größtmögliche Sicherheit für Langstreckeneinsätze von Drohnen gewährleistet.

Über BLADESCAPE:
BLADESCAPE ist ein international agierender, herstellerunabhängiger Gesamtlösungsanbieter im Bereich der unbemannten Luftfahrt und industrieller Anwendungsbereiche. Als Systemintegrator hat das Unternehmen langjährige Erfahrung in der Zustandserfassung von Infrastruktureinrichtungen. Im Sinne eines One-Stop-Shop umfasst das hochinnovative Leistungsspektrum integrierte Gesamtlösungen, die jeweils an die kundenspezifischen Anforderungen angepasst werden. Das in Schwechat ansässige Unternehmen mit Standorten in Salzburg und Stuttgart, kombiniert Kompetenz aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, IT, Geodäsie und Technik. blade-scape.com

Über KONTROL:
KONTROL ist ein österreichisches Technologieunternehmen, welches sich auf den sicheren und regelkonformen Betrieb von autonomen Systemen spezialisiert hat. Die Technologie ist bisher einzigartig und erlaubt es Drohnen und anderen autonomen Fahrzeugen zu einer Zulassung zu kommen, indem vorgegebene Regeln mit mathematischen Methoden überprüft werden, und der technische Nachweis des konformen Verhaltens erbracht wird. Mit Büros in Linz, München und San Francisco werden Kunden global bedient.

  • Ing. Thomas Dolleschal, Geschäftsfürher von BLADESCAPe, Andreas Lauringer, Geschäftsführer KONTROL und Gerhard Peller, Geschäftsführer von BLADESCAPE
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Bladescape Airborne Services GmbH

Concorde Business Park 2/F, 2320, 2320 Schwechat
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