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3D-Druck Spin-off-Unternehmen der TU expandieren kräftig. (Foto: ccnull/Marco Verch)

3D-Druck Spin-offs der TU expandieren kräftig

10. Juni 2021 | 11:32 Autor: TU Wien Startseite, Wien

Wien (A) Neue Jobs durch die TU Wien: Insgesamt 150 Jobs sind im Bereich 3D-Druck entstanden – durch Patente der TU Wien. Die Spin-off-Unternehmen Lithoz, Cubicure und UpNano haben kräftig expandiert.

3D-Druck ist eine boomende Branche, und die TU Wien leistet mit ihren Forschungsergebnissen immer wieder wichtige Beiträge dazu. An der Fakultät für Maschinenbau werden 3D-Druckverfahren weiterentwickelt und an der Fakultät für Technische Chemie werden neue Materialien hergestellt, die sich für den 3D-Druck eignen.

Mehrere Spin-off-Unternehmen – die Firmen Lithoz, Cubicure und UpNano – gingen aus diesem Forschungsbereich hervor und halten Lizenzen an Patenten der TU Wien. Alle diese Firmen expandieren, demnächst wird die Marke von insgesamt 150 Beschäftigten erreicht.

"Für uns ist es schön zu sehen, dass unsere Forschungsergebnisse auch zu wirtschaftlichem Erfolg führen", sagt Prof. Jürgen Stampfl vom Institut für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie der TU Wien: "Mit all diesen Firmen ist die TU Wien nach wie vor eng verbunden."

Lithoz – 3D-Druck mit Keramik

Lithoz (mit aktuell 95 Beschäftigten) stellt Drucker und Materialien für den keramischen 3D-Druck her. Gegründet wurde Lithoz von Jürgen Stampfl und zwei seiner ehemaligen Dissertanten, die sich mit den Themen ihrer Dissertation selbständig gemacht haben. "Maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt war das professionelle Patentmanagement des Forschungs- und Transfersupports der TU Wien", betont Jürgen Stampfl.

Die Patente, die an der TU Wien entstanden sind, waren der Ausgangspunkt für die Gründung, mittlerweile ist Lithoz Weltmarktführer im keramischen 3D-Druck, unter anderem für die biomedizinische Technik.

Cubicure – hochentwickelte Polymere

Bei Cubicure sind derzeit 39 Personen beschäftigt. Hergestellt werden Drucker und Materialien für den 3D-Druck von Polymeren. Auch hier war Jürgen Stampfl Mitbegründer, gemeinsam mit seinem ehemaligen Dissertanten Robert Gmeiner. Auch Gmeiners Dissertation mündete in erfolgreiche Patente, die dann von seiner Firma lizenziert wurden.

Der Schwerpunkt liegt bei der Firma Cubicure auf Polymermaterialien für Maschinenbau, Elektronik und Biomedizin. Mehrfach wurde Cubicure bereits als besonders erfolgreicher Exporteur ausgezeichnet: Die Exportquote liegt bei über 90 %, die Hauptmärkte sind die USA, Japan und Deutschland.

UpNano – höchste Präzision für Mikrobauteile
UpNano beschäftigt derzeit 15 Angestellte. Die Firma erzeugt hochauflösende 3D-Drucksysteme auf Basis von Multiphotonenlithographie – eine Technologie, die extrem hohe Präzision ermöglicht. Die Firma ging aus der Arbeitsgruppe von Prof. Aleksandr Ovsianikov hervor (ebenfalls Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie, TU Wien), der auch Mitbegründer der Firma ist.

Zu den Anwendungsgebieten der Technologie von UpNano zählt unter anderem das Bioprinting: Die Technologie ermöglicht die Herstellung von extrem feinen Strukturen, die dann von lebenden Zellen besiedelt werden können, um auf diese Weise maßgeschneidertes biologisches Gewebe herzustellen. Auch UpNano ist Lizenznehmer von TU Wien-Patenten, die Basis der Firmengründung waren.

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