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Mag. Harald Nograsek, Generaldirektor der Verkehrsbüro Group

Bilanz 2016: Verkehrsbüro Group mit 61 Prozent Ergebnis-Plus

27. April 2017 | 14:17 Autor: Österreichisches Verkehrsbüro Österreich, Wien

Wien (A) Im Geschäftsjahr 2016 erhöhte die Verkehrsbüro Group als führender Tourismuskonzern in Österreich das Konzernergebnis vor Steuern nach IFRS (ohne Managementhotels) um 61,4 Prozent auf 15,4 Mio. Euro. Der Konzernumsatz betrug 870,3 Mio. Euro und lag um 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Eigenkapitalquote betrug 32,6 Prozent (2015: 33,0 Prozent) und zeigt weiterhin eine Kapitalausstattung und Bonität, die weit über dem österreichischen Branchendurchschnitt mit rund 17 Prozent liegt.

„Wir haben die letzten Jahre hart daran gearbeitet, um wieder an die Erfolge vor der Wirtschaftskrise anzuschließen. Die Durststrecken waren lange. Das vergangene Jahr kann sich nun sehen lassen. Wir konnten unser Konzernergebnis um 61 Prozent steigern. Ausschlaggebend für das gute Abschneiden war einerseits im Leisure Bereich Eurotours mit einem zweistelligen Ergebniszuwachs. Andererseits der Bereich Hotellerie & Veranstaltungen, der bei Auslastung, Zimmerpreisen und dem Veranstaltungsgeschäft zulegen konnte, was in einem Ergebnisplus von 166 Prozent resultierte“, kommentiert Mag. Harald Nograsek, Generaldirektor der Verkehrsbüro Group, die Bilanz 2016. „Das Urlaubsgeschäft boomte bei den Österreich-Reisen, litt aber stark unter dem Umsatzausfall der Türkei, der nicht mehr aufzuholen war. Geschäftsreisen verliefen stabil, die Preise blieben aber rückläufig.“ Die Stärke der Verkehrsbüro Group liegt in ihrer breiten Aufstellung mit mehreren Geschäftsbereichen.

Highlights bei Hotellerie & Veranstaltungen
Mit 183,6 Mio. Euro lag der Umsatz des Geschäftsbereichs Hotellerie & Veranstaltungen (inkl. Palais Events und Motel One) um 5,1 Prozent über dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 165,5 Prozent auf 6,4 Mio. Euro. Damit gelang der Turnaround in diesem Geschäftsbereich nachhaltig trotz höherer Investitionen in Hotelrenovierungen und zunehmender Provisionen für Online-Portale.

Ausschlaggebend für das gute Ergebnis war der Gästeboom in Wien. Die Auslastung der Austria Trend Hotels stieg um 1,8 Prozentpunkte auf 76,8 Prozent, die Zimmerpreise um 1,6 Prozent. Auch die Umsätze bei Meetings und Kongressen gingen im zweistelligen Prozentbereich nach oben, ein Indikator für die bessere Stimmung bei den Unternehmen und der Wirtschaft. Zudem eröffneten keine neuen Hotelketten in Wien.

Nograsek: „Der Löwenanteil des Hotelleriegeschäfts entfällt mit knapp 98 Mio. Euro Umsatz und plus 2,3 Prozent auf die 16 Austria Trend Häuser in Wien. Wir haben uns besser als der Branchenschnitt entwickelt. Modernisierung und Qualitätsverbesserungen haben sich in sehr guten Bewertungen in Internetforen niedergeschlagen.“

Das Portfolio umfasste per 31.12. 2016 27 Austria Trend Hotels (mit 9.386 Betten) und sechs Motel One (3.002 Betten), betrieben im Joint Venture. Palais Events erzielte mit dem Café Central einen Besucherrekord und eine verbesserte Auslastung im Veranstaltungs-geschäft.

Highlights in der Leisure Touristik
Der Umsatz in der Leisure Touristik betrug 573,3 Mio. Euro und lag um 4,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Steuern betrug 8,5 Mio. Euro und war um 2,1 Prozent niedriger als im Vorjahr. 1,7 Mio. Kunden buchten ihre Reisen 2016 online bei Eurotours sowie bei Ruefa in 108 Reisebüros.
Eurotours wuchs in allen Vertriebskanälen, profitierte von der enormen Nachfrage nach Urlauben in Österreich und den Nachbarländern und verzeichnete somit eine hohe Ergebnissteigerung. Der Buchungsrückgang bei Ruefa resultiert aus der Zunahme von Terrorakten, der Flüchtlingskrise und v.a. dem Einbruch des Urlaubslandes Türkei – was europaweit zu massiven Reisestromverschiebungen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß führte.

Highlights in der Business Touristik
Im Bereich Business Touristik mit Geschäftsreisen und Kongressmanagement betrug der Umsatz 165,5 Mio. Euro und lag damit auf dem Vorjahresniveau (- 0,8 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern lag mit 1,3 Mio. Euro um 6,7 Prozent unter dem Vorjahr aufgrund eines starken Wettbewerbs und hohen Preisdrucks.

Positive Erwartungen für 2017
Für 2017 – in dem das 100-Jahr-Jubiläum gefeiert wird – ist Nograsek ebenfalls optimistisch gestimmt. „Während wir 2016 von den massiven Reisestromverschiebungen überrascht wurden, haben wir uns für 2017 gut vorbereitet. Wir waren so früh wie noch nie mit Alternativangeboten sicherer Reiseziele am Markt.“
Die Trends von 2016 setzen sich 2017 fort. „Das heißt, ein weiteres Abrutschen des Urlaubslandes Türkei und die Bedrohung durch den IS-Terror bleibt weiter bestehen“, so Nograsek. Mit Blick auf die aktuelle Situation und die differenzierte Entwicklung der Geschäftsfelder stellt der Konzern eine steigende Ergebnisentwicklung 2017 im Vergleich zu 2016 in Aussicht. Dies setzt voraus, dass es zu keinen dramatischen, unvorhersehbaren Ausfällen kommt.

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i) Konzernumsatz und Konzernergebnis der Verkehrsbüro Group nach IFRS; einzelne Geschäftsbereiche sind unkonsolidiert dargestellt.

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