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UNIQA CEO Andreas Brandstetter

UNIQA im ersten Quartal im Plan

30. Mai 2016 | 08:48 Autor: Uniqa Startseite, Wien

Wien (A) UNIQA CEO Andreas Brandstetter: „Das Ergebnis im ersten Quartal entspricht weitgehend unserer Planung und bestätigt, dass wir uns im Kerngeschäft auch unter  herausfordernden Rahmenbedingungen weiter kontinuierlich verbessern. Das gesteigerte versicherungstechnische Ergebnis und die markant verbesserte Combined Ratio stehen für diese Entwicklung.

Unsere aktive Entscheidung für die Rücknahme der wenig ertragreichen, aber sehr viel Kapital bindenden Einmalerläge führt zwar aktuell zu einem Prämienrückgang, stärkt aber gleichzeitig unsere Ertragsbasis für die Zukunft. Zudem wird sich der Prämienrückgang im Vergleich zu den Vorjahresperioden in den nächsten Quartalen  abschwächen, weil wir bereits im zweiten Quartal 2015 markant weniger Einmalerläge gezeichnet haben und wir in den kommenden Quartalen mit einem wieder ansteigenden Lebensversicherungsgeschäft in Italien rechnen. Auch beim Kapitalanlageergebnis gehen wir davon aus, dass nach dem Zusammentreffen mehrerer negativer Effekte im ersten Quartal, die Erträge im weiteren Verlauf des Jahres wieder ansteigen werden, auch wenn die labile Situation auf den Kapitalmärkten und die historisch niedrigen Zinsen weiterhin belastend wirken werden. Für das Gesamtjahr 2016 gehen wir unverändert davon aus, dass das Ergebnis vor Steuern wegen der hohen Zukunftsinvestitionen, die wir beschlossen haben, und wegen der allgemein angespannten ökonomischen Rahmenbedingungen um bis zu 50 Prozent niedriger ausfallen wird als das sehr gute Ergebnis 2015. Genauso halten wir an unserem Vorhaben fest, die jährliche Ausschüttung je Aktie im Rahmen einer progressiven Dividendenpolitik in den kommenden Jahren kontinuierlich zu steigern.“

Die UNIQA Insurance Group AG (UNIQA Group) konnte im ersten Quartal im Zuge der konsequenten Umsetzung des Strategieprogramms UNIQA 2.0 die kontinuierliche Verbesserung im Kerngeschäft fortsetzen. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg dadurch deutlich um 58,0 Prozent auf 40,1 Millionen Euro. Parallel dazu wurde die Combined Ratio um drei Prozentpunkte auf gute 95,8 Prozent verbessert, weil sich das Geschäft in Österreich und auch in den internationalen Märkten sehr positiv entwickelte. Belastend auf das Ergebnis vor Steuern wirkt der überwiegend durch Einmaleffekte verursachte außergewöhnlich starke Rückgang der Kapitalerträge um 47,1 Prozent oder 111,7 Millionen Euro auf 125,5 Millionen Euro. Ausschlaggebend für den Rückgang in dieser Höhe waren hauptsächlich negative Währungseffekte aus dem im ersten Quartal 2016 schwächeren Dollar, denen in der Vergleichsperiode des Vorjahres hohe positive Währungseffekte und Erträge aus dem 2015 abgeschlossenen Umbau der strategischen Veranlagungspolitik gegenüberstehen. Zudem wirkt natürlich auch das weiter verschärfte Niedrigzinsumfeld dämpfend auf die laufenden Kapitalerträge. Infolge dieser beiden gegenläufigen Entwicklungen – einer klaren Verbesserung in der Versicherungstechnik und des einmaligen starken Rückgangs der Kapitalerträge – sank das Ergebnis vor Steuern um 52,4 Millionen Euro oder 55,7 Prozent auf 41,6 Millionen Euro.

Die verrechneten Prämien sind durch die 2015 aus Ertragsgründen beschlossene massive Rücknahme von Einmalerlägen in der Lebensversicherung in den ersten drei Monaten 2016 trotz des erfreulichen Wachstums in der Krankenversicherung (+3,1 Prozent) und der Schaden- und Unfallversicherung (+1,8 Prozent) um 15,7 Prozent auf 1.718,7 Millionen Euro gesunken. Gleichzeitig wurde durch diese Konzentration auf Sparten, die im anhaltenden Niedrigzinsumfeld mehr Ertrag bringen und weniger Kapital binden, die Ertragskraft von UNIQA für die Zukunft nachhaltig gestärkt.

Konzernkennzahlen Q1 2016 im Detail
Die verrechneten Prämien der UNIQA Group inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung sanken im 1. Quartal 2016 aufgrund des plangemäß zurückgefahrenen Einmalerlagsgeschäfts in der Lebensversicherung um 15,7 Prozent auf 1.718,7 Millionen Euro (1 – 3/2015: 2.039,5 Millionen Euro). Die laufenden Prämien hingegen erhöhten sich um 1,3 Prozent auf 1.481,2 Millionen Euro (1 – 3/2015: 1.462,6 Millionen Euro).

In der Krankenversicherung stiegen die verrechneten Prämien im Berichtszeitraum um 3,1 Prozent auf 268,9 Millionen Euro (1 – 3/2015: 260,9 Millionen Euro), jene in der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 um 1,8 Prozent auf 821,2 Millionen Euro (1 – 3/2015: 806,5 Millionen Euro). In der Lebensversicherung reduzierten sich die gesamten verrechneten Prämien – inklusive der Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung – um 35,3 Prozent auf 628,5 Millionen Euro (1 – 3/2015: 972,1 Millionen Euro) wobei das Einmalerlagsgeschäft um 58,8 Prozent abnahm und die laufenden Prämien um 1,1 Prozent sanken.

Die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt nach IFRS (d.h. exklusive Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung) sanken um 18,0 Prozent auf 1.400,0 Millionen Euro (1 – 3/2015: 1.707,7 Millionen Euro).

Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt reduzierte sich im 1. Quartal 2016 aufgrund des starken Prämienrückgangs in der Lebensversicherung um 25,3 Prozent auf 1.109,7 Millionen Euro (1 – 3/2015: 1.485,9 Millionen Euro).

Die gesamten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb abzüglich der erhaltenen Rückversicherungsprovisionen stiegen in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 um 1,8 Prozent auf 341,7 Millionen Euro (1 – 3/2015: 335,7 Millionen Euro). Dabei reduzierten sich die Aufwendungen für den Versicherungsabschluss abzüglich der erhaltenen Rückversicherungsprovisionen geringfügig um 0,6 Prozent auf 244,1 Millionen Euro (1 – 3/2015: 245,5 Millionen Euro). Die sonstigen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (Verwaltungskosten) stiegen im 1. Quartal 2016 bedingt durch erste Aufwendungen im Rahmen des Innovations- und Investitionsprogramms sowie einer Korrektur im Sozialkapital um 8,3 Prozent auf 97,6 Millionen Euro (1 – 3/2015: 90,1 Millionen Euro).

Die Konzernkostenquote stieg wegen der gesunkenen Prämien erwartungsgemäß auf 22,9 Prozent (1 – 3/2015: 18,4 Prozent). Im Gegenzug verbesserte sich die Combined Ratio nach Rückversicherung auf 95,8 Prozent (1 – 3/2015: 98,8 Prozent), was vor allem auf eine verbesserte Schadenquote zurückzuführen ist.

Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen verringerten sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 um 47,1 Prozent auf 125,5 Millionen Euro (1 – 3/2015: 237,2 Millionen Euro), wobei der Vergleichswert des Vorjahres durch positive Bewertungsergebnisse und den 2015 erfolgten Umbau der strategischen Veranlagungspolitik positiv beeinflusst wurde, während im ersten Quartal 2016 negative Währungseffekte und das weiter verschärfte Niedrigzinsumfeld dämpfend wirkten.

Der Kapitalanlagebestand der UNIQA Group (einschließlich der Kapitalanlagen der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung) erhöhte sich zum 31. März 2016 gegenüber dem letzten Bilanzstichtag auf 29.802,1 Millionen Euro (31. Dezember 2015: 29.416,1 Millionen Euro).

Das versicherungstechnische Ergebnis der UNIQA Group stieg im 1. Quartal 2016 um 58,0 Prozent auf 40,1 Millionen Euro (1 – 3/2015: 25,4 Millionen Euro). Das operative Ergebnis verringerte sich jedoch aufgrund des gesunkenen Kapitalanlageergebnisses um 42,3 Prozent auf 60,5 Millionen Euro (1 – 3/2015: 104,8 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern der UNIQA Group lag bei 41,6 Millionen Euro (1 – 3/2015: 94,0 Millionen Euro).

Das Konzernergebnis (den Aktionären der UNIQA Insurance Group AG zurechenbarer Anteil des Periodenergebnisses) reduzierte sich um 56,9 Prozent auf 33,2 Millionen Euro (1 – 3/2015: 76,9 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,11 Euro (1 – 3/2015: 0,25 Euro).
 
Das Eigenkapital der UNIQA Group belief sich per 31. März 2016 auf 3.293,6 Millionen Euro (31. Dezember 2015: 3.152,7 Millionen Euro).

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter der UNIQA Group sank in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 auf 13.791 (1 – 3/2015: 13.966).

Ausblick auf 2016
UNIQA startete Anfang 2016 das größte Innovationsprogramm in seiner Unternehmensgeschichte und wird in den kommenden Jahren rund 500 Millionen Euro in das „Re-Design“ des Geschäftsmodells, den dazu notwendigen personellen Kompetenzaufbau und die erforderlichen IT-Systeme investieren. Diese erheblichen Zukunftsinvestitionen werden zu einem guten Teil im Jahr 2016 ergebniswirksam. In Kombination mit den anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen – wie einem Anhalten des Niedrigzinsumfelds, sinkenden Kapitalerträgen und politischen Unsicherheiten in einzelnen Märkten – erwartet UNIQA für das Geschäftsjahr 2016 ein im Vergleich zum sehr guten Ergebnis 2015 um bis zu 50 Prozent reduziertes Ergebnis vor Steuern. Trotz der Investitionen und des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds beabsichtigt UNIQA, die jährliche Ausschüttung je Aktie im Rahmen einer progressiven Dividendenpolitik in den kommenden Jahren kontinuierlich zu steigern.

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