< Zurück zur Übersicht

31. Logistik Dialog – Die Zukunft der Logistik ist smart

17. April 2015 | 09:51 Autor: Lukas PR+ Startseite, Wien

Wien (A) 700 Teilnehmer folgten der Einladung der BVL Österreich zum zweitägigen Branchentreff der Logistik in die Event-Pyramide Wien-Vösendorf. „Neue Technologien und neue technische Möglichkeiten sind Auslöser für Veränderungsprozesse in Produktion, Handel und Logistik.

Der Mensch wird zunehmend mit den gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen des Wandels konfrontiert. Die Auswirkungen innovativer, vernetzter Technologien auf Gesellschaft und Wirtschaft stehen heute im Mittelpunkt“, erklärte DI Roman Stiftner, Präsident der BVL Österreich, bei der Eröffnung des 31. Logistik Dialogs.

Folgend dem Leitthema „Mensch. Wandel. Horizonte. - Mit Logistik auf die Überholspur.“ informieren internationale und heimische Top-Speaker heute und morgen über neue Arbeitswelten, digitale Kommunikation und Vernetzung, Konsumwandel sowie Reindustrialisierung. Das Fachpublikum zeigt sich ob der Themenvielfalt, der hochkarätigen Referenten und der beeindruckenden Leistungsschau der Fachaussteller begeistert. Ein weiterer Pluspunkt, so der Tenor der Kongressteilnehmer, seien die vielfältigen Netzwerk- und Interaktionsmöglichkeiten.

Logistik – das Rückgrat der Wirtschaft
In der Produktion schreiten die Digitalisierung und die Automatisierung weiter voran. Die Dynamik von E-Commerce treibt Handel und Logistik. Supply Chain 4.0 führt Informationstechnologie und logistisches Know-how zusammen. „Die Logistik der Zukunft ist smart. Sie ist das Rückgrat der Wirtschaft. Smart muss auch das Know-how der Mitarbeiter, Fach- und Führungskräfte in der Logistik sein. Kenntnisse von IT-gestützten durchgängigen Prozessen,  IT-Services wie auch Datenintegration über die gesamte Supply Chain ermöglichen neue, effiziente Lösungen für globale Liefer- und Wertschöpfungsketten und unterstützen logistische Planungsaufgaben“, so Stiftner. Innovative Technologien ermöglichen eine intelligente Vernetzung technischer Systeme, neue Fertigungsmethoden, transparente Informationen in Echtzeit, hohe Flexibilität und eine exakte Abstimmung von Abläufen. Daher liege das Augenmerk der Branche auf Qualifizierung und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Smart Working
Neue Technologien und intelligente, vernetzte Systeme wirken sich unmittelbar auf das Arbeitsumfeld des Menschen aus. „Smart Working“ fasst die Dynamik und die Faktoren neuer Arbeitswelten zusammen. Projekt-, aufgabenorientiertes und mobiles Arbeiten - also zeitlich und örtlich flexible Arbeitsweisen - sind nur einige wenige Beispiele für zukünftige Arbeitsformen in neuen Arbeitswelten. Eine wesentliche Rolle nimmt dabei die Informationstechnologie ein, die eine Kommunikation und Zusammenarbeit über Distanzen hinweg vereinfacht, fortschrittliche Arbeitsmodelle unterstützt sowie Interaktionen und Kooperationen ermöglicht.

Damit wir im digitalen Wettbewerb bestehen können, benötigen wir jedoch klare Leitlinien und Perspektiven. Der Mensch wird zu jeder Zeit mit seinem Wissen und Visionen den Wandel beeinflussen, gestalten und neue Horizonte aufzeigen. Roman Stiftner: „Es wird wettbewerbsentscheidend sein, wie offen Unternehmen aller Größenordnungen für diese Veränderungen sind. Wie sie den Spagat schaffen, neue Technologien zielführend einzusetzen und die Qualifikation ihrer Mitarbeiter den sich rasant ändernden Entwicklungen und Rahmenbedingungen anzupassen.“

Die Logistikbranche wird diesen Wandel nutzen
Die Arbeitswelt wird sich in den nächsten Jahren durch Industrie 4.0 weitgehend verändern. Sozialminister Rudolf Hundstorfer hielt in seiner Keynote fest, dass die Logistik von diesem Wandel nicht nur betroffen, sondern ein Schlüssel zum Erfolg sei: „Schon jetzt ist die Logistik einer der Branchen, die trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten deutliche Beschäftigungszuwächse zeigt. In den logistiknahen Branchen verzeichnen wir auch in den Krisenjahren seit 2010 stetige Beschäftigungszuwächse.“ So würden in Westeuropa 40% der Firmen Logistikspezialisten suchen, in Deutschland sogar 2/3 der Firmen. Angesichts der anstehenden Entwicklungen geht Hundstorfer davon aus, dass sich diese Tendenz noch weiter verstärken wird. „Die Logistikbranche kann und wird diesen Wandel nutzen“, ist der Minister überzeugt. „Bereits heute gibt es keinen Lagerarbeiter ohne EDV-Kenntnisse mehr.“  Daher sei eines – leider – logisch: Sieht man sich die Arbeitsuchenden in Österreich näher an, stellt man fest, dass die Hälfte unzureichend qualifiziert ist. Deshalb würde man an einem nächsten großen Schritt arbeiten - an der Ausbildungspflicht bis 18. Denn, die kommende Generation müsse auf diesen Wandel vorbereitet sein.

Das Image der Logistik stärken
Der Vorstandsvorsitzende der BVL Deutschland, Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, erläuterte in seiner Keynote die Erfolgsgeschichte des Tages der Logistik und ging auch auf das Image der Logistik ein. Er forderte die Zuhörer zu aktiver Kommunikationsarbeit auf: „Sprechen Sie konkret über die Wertschöpfung, über Wertschöpfungsketten und wie diese gemanagt werden – vom Kunden über Handel und Hersteller und Lieferanten bis zum Rohstoffhersteller. Sprechen Sie über die verschiedenen Formen von Logistik-Dienstleistung. Sprechen Sie von der Vision ganzheitlicher Lösungen bis zur operativen Exzellenz. Und davon, dass die Logistik einer der ganz wenigen Arbeitsbereiche ist, die Menschen mit sehr unterschiedlichen Qualifikationen Arbeit geben – dem strategisch denkenden Akademiker ebenso, wie dem operativ starken Handelsfachpacker oder dem versierten Fahrer.“ 

Logistikwirtschaft Österreich
 „Wirtschaftswachstum und Wirtschaftskraft sind eng mit Logistik verbunden. Mit über 20 Milliarden Umsatz und 500.000 Beschäftigten – wobei es leider keine exakten Zahlen aus der Logistik-IT gibt - zählt der Wirtschaftsbereich zu den am stärksten wachsenden Sektoren und hat gesamtwirtschaftliche Bedeutung für Österreich", informierte Roman Stiftner im Rahmen einer Pressekonferenz über Zahlen, Daten und Fakten zur österreichischen Logistikwirtschaft. Knapp 210.000 Arbeitnehmer können dabei den Unternehmen aus Transport und Verkehr zugeordnet werden, gut 45.000 Beschäftigte den Schienenbahnen. Trotz verschärfter Rahmenbedingungen würde ein moderater Konjunkturaufschwung in einzelnen Logistiksektoren zu verzeichnen sein. Ähnlich der Situation in Deutschland sei auch in Österreich laut Arbeitsmarkttrends ein Beschäftigungsplus sowie eine steigende Nachfrage vor allem für qualifizierte Fachkräfte in der Logistik zu erwarten.

  • uploads/pics/C18173_Alan_McKinnon_D3S7623.JPG

Bundesvereinigung Logistik Österreich - BVL

Seitenhafenstraße 15, 1020 Wien
Österreich
+43 1 6157055-0

Details


< Zurück zur Übersicht