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Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG Günther Ofner spricht beim Business Breakfast der U.S.-Handelskammer im Hilton Vienna Plaza über Herausforderungen des Flughafens Wien.

Vorstandsdirektor Ofner sprach bei AmCham Business Breakfast über Zukunftspläne für Flughafen Wien

28. Oktober 2019 | 11:36 Autor: leisure communications Startseite, Wien

Wien (A) Auf Einladung von AmCham-Austria-Präsident und Oracle-Country-Leader Martin Winkler sprach Günther Ofner, der 2011 nach dem Skylink Skandal als Vorstandsdirektor in die Flughafen Wien AG berufen wurde,  vor den Mitgliedern der American Chamber of Commerce in Austria beim sehr gut besuchten Business Breakfast im Hilton Vienna Plaza in seiner Keynote über gegenwärtige Challenges und Zukunftsvisionen eines Flughafens im Herzen von Europa.

„Wien ist mit plus 30.000 Einwohnern jährlich Europas schnellst wachsende Stadt und durch ihre zentrale Lage ein guter Anbindungspunkt für Reisende, deren Anzahl in Zukunft weiter wachsen wird. Wir möchten den Flughafen Wien in naher Zukunft zur Smart Airport City machen, die nachhaltig denkt und Energien effizient nützt. Die Weichen dafür haben wir bereits gestellt“, erklärt Ofner.

Flughafen Wien wächst zur Smart Airport City heran
Der Flughafen Wien verzeichnet täglich 740 Ankünfte und Abflüge, und transportiert 80.000 Passagieren mit 50.000 Gepäckstücken zu ihren Wunschdestinationen. Rund 22.500 Mitarbeiter, davon sind alleine 4.800 Angestellte der FWAG, und mehr als 230 Firmen sind auf dem 100.000 Quadratmeter großen Areal des Flughafens Wien in 100 Gebäuden angesiedelt.

Seit 2009 sind die Passagierzahlen von 18 Millionen um satte 49 Prozent auf rund 30 Millionen Passagiere im Jahr 2019 gewachsen mit einer steigenden Tendenz von 66 Prozent für die Zukunft. Auch die Umsatzzahlen der vergangenen Jahre können sich sehen lassen: Von 38 Millionen Euro im Jahre 2011 werden für das Jahr 2019 bereits Umsätze von 170 Millionen Euro prognostiziert.

Der Flughafen Wien ist ein privates börsennotiertes Unternehmen. Das Land Wien hält einen Aktienanteil von 20 Prozent, ebenso das Land Niederösterreich (20 Prozent), den größten Anteil mit 38,9 Prozent hält seit 2016 das australische Investmentunternehmen IMF Investors. Auch die Mitarbeiter der FWAG halten insgesamt einen Aktienanteil von zehn Prozent und erhalten somit eine Dividendenausschüttung von insgesamt einer Million Euro.

Flughafen Wien als Vorreiter für umweltfreundliches Fliegen
Dem Klimawandel entgegenzuwirken und CO2 zu reduzieren ist schon seit langem eines der erklärten Ziele der Wiener Flughafen AG, daher wurde hier rund drei Jahre lang gemeinsam mit der TU Wien an einem Software-Tool geforscht, das selbstlernend ist, mit hoher Effizienz arbeitet und bereits erfolgreich implementiert wurde. Seit 2011 wurde der Energieverbrauch pro Verkehrseinheit um mehr als 40 Prozent reduziert, damit wurde auch der gesamte CO2-Verbrauch um mehr als 70 Prozent gesenkt und der Lärm durch den Flugverkehr erheblich verbessert.

Energie nachhaltig und effizient nutzen
Bereits mehr als 100 Maßnahmen des sich selbst optimierenden TU Wien Projekts sind bereits auf dem Flughafen Wien im Einsatz und machen Wien zur Smart Airport City. Bis Ende 2019 werden auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern Photovoltaik-Anlagen errichtet, um den Energieverbrauch weiter nachhaltig zu senken und umweltfreundlich zu gestalten. Für das noch nicht fertig gestellte Office Park 4 Projekt werden geothermale Energien genutzt, um auch hier einen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.

Eine weitere Priorität der FWAG ist es, die Single European Sky Initiative der EU weiter voranzutreiben, die 1999 beschlossen wurde und noch immer nicht implementiert wurde.

„Wenn Europa ein einheitliches Flugkontrollsystem besäße, könnten nicht nur Verspätungen und Flugstaus vermieden werden, sondern auch Kerosin um zehn Prozent reduziert und Flugrouten optimiert werden“, so Ofner.

Die öffentlichen Verkehrsanbindungen sollen in Zukunft erweitert und eine direkte Zugverbindung nach Bratislava geschaffen werden, da das umliegende Straßennetz komplett ausgelastet ist. Seit 2013 ist die Benutzung der Züge inklusive des CATs um satte 18,5 Prozent gewachsen und der Individualverkehr um 12,5 Prozent reduziert worden. Diese Entwicklungen sollen weiter gefördert werden.

Große Zukunftspläne: Mehr Raum und Kapazität
So sollen in den nächsten drei Jahren um die 500 Millionen in die Erneuerung von Terminal eins und zwei investiert sowie neue Gastronomie- und Shoppingbereiche geschaffen werden. Das Projekt Office Park 4 soll im Mai 2020 fertig gestellt werden. Bis zum Frühjahr 2021 wird weiters ein neues Hotel mit 420 Zimmern, ein Gesundheitszentrum, zwei neue Hangars und ein DHL Logistikzentrum auf dem Flughafenareal errichtet werden. Jährlich siedeln sich etwas 20 neue Unternehmen auf dem Flughafen Wien an. Insgesamt sollen bis 2028 rund 2,5 Billionen Euro exklusive der dritten Landebahn in die Gestaltung des Flughafens Wien investiert werden.


“Mittlerweile zeigt auch das Silicon Valley großes Interesse am Flughafen Wien: Der globale Start-up Accelerator Plug & Play von Google wird sich in Schwechat niederlassen und somit unseren Fokus auf Smart Cities, Reise und Tourismus weiter stärken. Ein Co-Working Space mit 700 Quadratmetern wurde bereits erbaut und für den Office Park 4 sind weitere 2.700 Quadratmeter für Sart-ups geplant“, freut sich Ofner.

Die Errichtung der dritten Landebahn bleibt ein großes Fragezeichen, da die schnell wachsende Stadt und der Flughafen dringend eine Erweiterung benötigen würden, hier aber die finanziellen Mittel und Förderungen fehlen. Durch das Luftverkehrsabkommen mit den Nachbarsländern dürfen nach 21 Uhr keine Flugzeuge über Wien fliegen, was den Flugverkehr stark einschränkt und den Ausbau erschwert. Bleibt zu hoffen, dass bis 2030 Investoren für eine dritte Landebahn gefunden werden, sodass Wien als Smart Airport City florieren kann.

Angeregte Diskussion über die Zukunft des Flugverkehrs
Zum Business Breakfast im Hilton Vienna Plaza begrüßte AmCham-Austria-Schatzmeister Friedrich Rödler (Erste Group Bank) unter anderem Heiko Biedermann und Alisa Kopic (Regus Business Center), Helmut Byloff und Klaus Pally (Oracle Austria), Christine Catasta und Matthias Witzemann (PWC Österreich), Claudia Däubner (Success & Career Consulting), Christian Dorda (Dorda Rechtsanwälte), Rosalba Drumbl (GMA Services), Egbert Fleischer (BAWAG Group), Elisabeth und Walter Gsell (Gesell & Co), Notar Martin Gratzl, Guido Hackl (Delta Airlines), Anwalt Lothar Hofmann, Peter Holzmüller (Lee Hecht Harrison), Jean-Pierre Kallanian (Epiconsulting), Werner Kindl und Markus Nothhelfer (Bisnode), Peter Köppl und Bernhard Zink-Spiel (Mastermind Public Affairs Consulting), Kathrin Kubesch (Jufa Wien City Hotel), Davul Ljuhar (Braincon), Christian Maetz (AT&T Global Network Services), Doris Minich (Minich’s Gärten), Sascha Pratsch (Hewlett & Packard), Gerhard Raffling (Commvault Systems), Julia Rauner Guerrero und Alexander Schratt (Amerikanische Botschaft), Maria Reichmann, Roland Schieber und Georg Unger (NGS Global), Brigitta Schwarzer (Inara), Heinz Seitinger (Austrian Canadian Community), Alexander Shopov (AIG Europe), Gerald Sittner (Commerzbank), Witold Szymanski (Lincoln International), Elisabeth Thun-Hohenstein (TNS Networking Services), Manfred Weinschenk (Club der Handelsräte) und Matthias Zacek (Google Austria).

Fotos: leisure communications/Roland Rudolph

  • Beim Business-Breakfast: Gerhard Raffling, Elisabeth und Walter Gsell sowie Matthias Witzemann.
    uploads/pics/Raffling_Gsell_Gsell_Witzemann.jpg

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