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Georg Konetzky (Sektionschef Wirtschaftsministerium), Andreas Ausweger (GF Jungheinrich Austria), Monica Rintersbacher (GF Leitbetriebe Austria), Peter Umundum (Vorstand Österreichische Post), Günther Ofner (Vorstandsdirektor Flughafen Wien) und Peter Wilfinger (Director New Business Kardex Austria)

Leitbetriebe Austria und Logistik.Initiative.Austria luden zur Fachveranstaltung für Intralogistik

10. September 2020 | 16:07 Autor: APA-OTS Startseite, Wien

Wien (A) Effiziente Logistik ist ein Schlüsselfaktor für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort. Dem Teilbereich Intralogistik, also die Waren- und Materialbewegungen innerhalb des Werksgeländes bzw. des Logistikzentrums, kommt dabei entscheidende, aber oft unterschätzte Bedeutung zu. Die weitere Digitalisierung der komplexen Abläufe in der Logistik stelle jedenfalls auch eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich dar, so der Tenor einer hochkarätig besetzten Fachveranstaltung der Logistik.Initiative.Austria gemeinsam mit Leitbetriebe Austria zum Thema „Intralogistik – Vorreiter in der Digitalisierung".

Günther Ofner, Vorstandsdirektor des Flughafens Wien und Gastgeber der Veranstaltung, verwies auf die überragende Bedeutung der Logistik für die Wettbewerbsfähigkeit eines Wirtschaftsstandort: „Die Branche hat eine Scharnierfunktion zwischen Herstellern, Händlern und Konsumenten. Dieses Scharnier muss effizient und klaglos funktionieren. Wegen des enormen Wachstums der Warenströme gelingt das letztlich nur durch permanente Innovation, insbesondere konsequente Digitalisierung aller Abläufe."

Logistikzentren zurück nach Österreich holen
„Ein wesentlicher Teil der Logistikleistungen vor allem für den ostösterreichischen Markt wird heute im angrenzenden Ausland erbracht", so Leitbetriebe-Austria-Geschäftsführerin Monica Rintersbacher. „Je stärker konventionelle Lager mit einem hohen Anteil wenig qualifizierter Arbeit von volldigitalisierten Logistikzenten ersetzt werden, in denen hochqualifizierte Mitarbeiter beschäftigt sind, desto größer sind die Chancen, Österreich wieder stärker als Logistikstandort zu etablieren und damit Wertschöpfung zurück an den Wirtschaftsstandort Österreich zu bringen." Gerade der Flughafen Wien, an dem jährlich rund 300.000 Tonnen Fracht umgeschlagen werden, zeige das enorme Potenzial der Branche.

In die selbe Kerbe schlägt auch Georg Konetzky, Sektionschef im Wirtschaftsministerium. „Wir wollen und müssen Produktion und Wertschöpfung wieder verstärkt nach Österreich und Europa holen. Die fortschreitende Digitalisierung der Intralogistik bietet die Chance, große Effizienzgewinne zu erzielen, die die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts weiter erhöhen, und trotzdem dabei nicht Arbeitsplätze abzubauen, sondern zusätzliche hochwertige Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen."

Auch könne innovative Intralogistik wesentlich zur Resilienz des Wirtschafts- und Arbeitsstandortes beitragen: „Wenn der Warenumschlag für den österreichischen Markt auch in Österreich erfolgt, trägt das zu einer erheblichen Steigerung der Krisenfestigkeit und damit zur Absicherung heimischer Unternehmen und Arbeitsplätze bei."

Peter Wilfinger, Geschäftsführer von Kardex Austria, eines Spezialisten für automatisierte Lager- und Bereitstellungssysteme, skizzierte die strukturellen Veränderungen in den Warenströmen, die durch innovative Logistiklösungen ermöglicht werden: „Mit digitalisierten Logistikzentren kann der Trend zu immer größeren und damit auch weiter von den Kunden entfernten Umschlagplätzen entgegengewirkt
werden. Sie ermöglichen stärkere Regionalisierung und schaffen damit auch bessere Versorgungssicherheit, selbst im Falle von Grenzschließungen, wie sie während der Covid-Krise erfolgten." Der Intralogistik-Komplettanbieter Jungheinrich, vertreten durch Geschäftsführer Andreas Ausweger, wiederum nutzt die immer stärkere Digitalisierung und Vernetzung aller Abläufe in Logistikzentren als Fundament für den Einsatz fahrerloser Transportsysteme – eine Innovation, die die Intralogistik in den kommenden Jahren entscheidend verändern wird.

Mehr Komfort für Konsumenten
Seitens der Österreichischen Post, die heuer erstmals mehr als 150 Mio. Pakete erwartet, kündigte Paket & Logistik-Vorstand Peter Umundum an, Digitalisierung und Automatisierung insbesondere an der Schnittstelle zum Endkunden voranzutreiben. „Die Digitalisierung aller Abläufe ist für uns nicht primär eine Frage der Kostensenkung, sondern in erster Linie brauchen wir sie zur weiteren Verbesserung unserer Servicequalität. Die Österreicher empfangen so viele Pakete wie nie zuvor, daher wollen wir auch alle Möglichkeiten nutzen, dass sie diese auch einfach und problemlos empfangen können. Mit Selbstbedienungszonen, der Post-App, Online-Paketumleitungen, etc. können wir den Kundenkomfort deutlich erhöhen."

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