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Helen Pelzmann, Partnerin bei EY Law und Verantwortliche für die EY-Initiative und Danielle Spera, Direktorin Jüdisches Museum Wien

EY lud Top-Managerinnen zum Hintergrundgespräch mit Dr. Danielle Spera

01. Oktober 2018 | 11:41 Autor: EY Startseite, Wien

Wien (A) „Wie salonfähig ist Networking?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt des Netzwerkevents „All EYes on Women“ der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Rund 50 Top-Managerinnen folgten der Einladung in das Jüdische Museum Wien. In einem Kamingespräch gab Direktorin Danielle Spera Einblicke in die Geschichte des Wiener Salons als Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Im Anschluss bekamen die Top-Managerinnen eine exklusive Führung durch die Ausstellung „The Place to Be. Salons als Orte der Emanzipation“.

Helen Pelzmann, Partnerin bei EY Law und Verantwortliche für die EY-Initiative „Women. Fast Forward“ in Österreich: „Die Kunst, Netzwerke zu knüpfen und zu pflegen, ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Besonders stark kultiviert wurde das Networking in den Wiener Salons. Für Frauen waren sie auch Räume der Emanzipation, in denen sie sich austauschen konnten. Daraus kann man viel für die heutige Zeit mitnehmen: Ein gutes Netzwerk schottet sich nicht von der Gesellschaft ab, sondern wird zu deren Mittelpunkt.“

Danielle Spera ist seit 2010 Direktorin des Jüdischen Museums Wien. Davor war sie 22 Jahre lang Moderatorin der "Zeit im Bild 1“ und moderierte darüber hinaus Sendungen wie "Im Brennpunkt" oder das "Weltjournal". Seit 2000 ist sie Autorin bei der jüdischen Zeitschrift "NU". 2013 wurde sie zur Präsidentin von ICOM Österreich (ICOM - internationale Organisation für Museen und Museumsfachleute) gewählt. Seit 2010 ist Danielle Spera Mitglied des Vorstands des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust Studien sowie Beiratsmitglied von arte und ORF III.

Spera: „Salons waren ein öffentlicher Raum in privater Atmosphäre“
Danielle Spera betonte im Gespräch mit Presse-Feuilleton-Redakteurin Almuth Spiegler die Bedeutung der Salons als Ort des vielfältigen Austauschs: „Jüdische Frauen waren gebildet, aber - wie alle Frauen - vom öffentlichen Leben fast vollständig ausgeschlossen. Sie wollten sich einen öffentlichen Raum in einer privaten Atmosphäre schaffen. Die Salons waren deshalb hauptsächlich von jüdischen Frauen getragen“. Dabei seien die „Salonièren“ alles andere als nur Aushängeschilder gewesen: „Die Frauen hatten in diesem Kontext viel Einfluss. Sie waren es, die Gästelisten erstellt und intelligent zusammengesetzt haben.“

Die Salons seien keine geschlossenen Gesellschaften gewesen, sondern offene Räume der Begegnung, so Spera: „Die Perspektive nach außen und die Verbindung zu anderen Ländern war für Juden essenziell. Sie wurden immer wieder vertrieben und mussten sich ein neues Leben aufbauen und neue Verbindungen knüpfen – gleichzeitig hielten sie aber auch an Beziehungen in ihre frühere Heimat fest. In Salons waren Gäste aus dem Ausland willkommen. Dort gab es weder Hierarchien noch schriftliche Einladungen – man wusste, wann und wo das Treffen stattfindet und man kam.“

Die Salons seien durch eine „radikale Regelmäßigkeit“ geprägt gewesen, so Spera: „Heute gibt es in dieser Form keine wöchentlichen Treffen mehr und damit auch nicht mehr diese Form des intellektuellen Austauschs. Der Wiener Salon war ein Paradebeispiel für regelmäßiges, langfristiges Netzwerken“, so Spera.

Unter den Gästen waren unter anderen:
Ulrike Baumgartner-Gabitzer, Vorstandsvorsitzende Austrian Power Grid AG
Birgit Noggler, Aufsichtsrätin B&C Industrieholding
Maria Rauch-Kallat, Geschäftsführerin mrk diversity management
Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin Wiener Linien
Karin Zipperer, Vorstandsdirektorin Technik ASFINAG

  • Helen Pelzmann, Partnerin bei EY Law und Verantwortliche für die EY-Initiative; Danielle Spera, Direktorin Jüdisches Museum Wien; Almuth Spiegler, Redakteurin Feuilleton „Die Presse“; Elfriede Baumann, EY Österreich
    uploads/pics/EY_Women_Fast_Forward_Juedisches_Mus__3_.jpg

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