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Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, und Walter Koren, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA. (Foto: WKÖ)

Exporttag 2017: größte Exportveranstaltung Österreichs im Haus der Wirtschaft

26. Juni 2017 | 14:09 Autor: APA-OTS Österreich, Wien

Wien (A) Anlässlich der Eröffnung des Exporttages der Aussenwirtschaft Austria, der größten österreichischen Export-Veranstaltung, im Haus der Wirtschaft in Wien wies Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), auf die große Bedeutung der heimischen Exportwirtschaft für Österreich als Wohlstands- und Job-Garant hin: „Die positive Nachricht - am 15. Österreichischen Exporttag - ist, dass nach dem schwierigen Exportjahr 2016 die Talsohle durchschritten ist und es bei unseren Ausfuhren wieder rasant aufwärts geht!“ Der Warenausfuhrzuwachs von 10,3 Prozent im ersten Quartal des laufenden Jahres bedeute die größte Exportsteigerung der letzten fünf Jahre. Dieser Exportzuwachs im ersten Quartal brachte auch kurzfristige Steuermehreinnahmen von rund 350 Mio. Euro, so Leitl.

 „Der Trend des ersten Quartals wird sich auch im ersten Halbjahr 2017 fortsetzen. Wir gehen von einem Exportzuwachs von sechs bis acht Prozent aus und am Ende des Jahres werden wir wieder ein neues ‚Alltime-high‘ bei den Ausfuhren schaffen“, erwartet der WKÖ-Präsident. Seit Jahreswechsel 2016/2017 fand eine Erholung der Weltkonjunktur statt und die Zuversicht der Unternehmen sei wieder zurückgekehrt. Mit allen großen Weltregionen konnten im ersten Quartal Zuwächse bei den Ausfuhren verzeichnet werden: Europa (+10,2%), Afrika (+11,2%), Amerika (+11,2%), Asien (+8,8%), Australien (+26,1%). Einzig mit dem Nahen- und Mittleren Osten gab es bedingt durch die dortigen Krisen ein Minus von -3,9%.

 Die Exporterfolge seien auch ein Verdienst der Unterstützungsmaßnahmen der Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer mit ihrem weltumspannenden Netzwerk von über 100 Stützpunkten auf allen Kontinenten für die österreichischen Unternehmen, so Leitl: „Aber nur eine gesetzliche und solidarische Pflichtmitgliedschaft ermöglicht ein solches Außenhandelsnetzwerk und damit auch die großen Exporterfolge der österreichischen Wirtschaft. Unsere AUSSENWIRTSCHAFT wurde nicht umsonst von der WTO zur besten Außenhandelsorganisation weltweit ausgezeichnet.“ Indem die Wirtschaftskammer Österreich mit ihrer Außenwirtschaftsorganisation Mitgliedsunternehmen beim Schritt ins Ausland hilft, wirkt sie auch zu Gunsten der nicht exportierenden Mitglieder, denn Exporterfolge ermöglichen Investitionen im Inland, erhalten und schaffen Arbeitsplätze.

 Leitl: „Wir bieten mit der AUSSENWIRTSCHAFT die nötige Unterstützung für Unternehmen, die in den Export gehen, oder solche, die schon im Export tätig sind, aber neue Märkte erobern wollen.“ Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA berät alle österreichischen Unternehmen mit ihrem umfassenden Leistungsprogramm in allen Belangen des Exports im In- und Ausland, hilft bei der Umsetzung von Exportgeschäften und trägt damit maßgeblich zu den großen Exporterfolgen der österreichischen Wirtschaft bei. Leitl: „Alleine im schwierigen Jahr 2016 haben wir 2.500 österreichische Unternehmen auf ihren ersten Schritten in den Export begleitet!“

 Neben der Unterstützung heimischer Firmen bei Waren- und Dienstleistungsexporten ins Ausland liege ein neuer Schwerpunkt der Arbeit der AUSSENWIRTSCHAFT als „Innovationsagentur für Österreichs Unternehmen“. „Gerade in einer Zeit, in der in wichtige Branchen Technologiebrüche anstehen, gilt es, schnelle Innovationszyklen zu bewältigen, um den technologischen Vorsprung auszubauen und im Wettbewerb die Nase vorn zu haben“, ergänzte Walter Koren, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA. „Wir nützen in Zukunft die Nähe unseres weltweiten Netzes zu ‚Wissensknoten‘, um österreichische Unternehmen an internationale Markt- und Umfeldentwicklungen und an globales Innovationswissen anzubinden.“ Neue Aufgaben sind etwa, global verteiltes Innovationswissen aufzuspüren, dieses den Unternehmen/Branchen/Institutionen zu vermitteln und die Unternehmen bei der internationalen Vermarktung ihrer neuen Leistungen und Produkte zu unterstützen. Dafür wurde bereits ein Kooperationsabkommen mit der ETH-Zürich abgeschlossen und drei weitere folgen noch dieses Jahr mit dem MIT in Boston, der Stanford Universität in Kalifornien und der Nanyang-Universität in Singapur. Österreichischen Unternehmen wird dabei der Zugang zu Top-Wissensdatenbanken bereitgestellt, deren Zugangskosten für Einzelunternehmen nicht leistbar wären.

 Der Höhepunkt des 15. Exporttages ist am Abend die Verleihung der österreichischen Exportpreise 2017 durch WKÖ-Präsident Leitl und Wirtschaftsminister Harald Mahrer im Wiener Museumsquartier.

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