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Gruppenfoto der Absolventinnen des 12. Durchgangs des Zukunft.Frauen-Förderprogramms (Foto: Anna Rauchenberger)

Auszeichnung für 21 Absolventinnen des Führungskräfteprogramm „Zukunft.Frauen“

21. Juni 2017 | 13:42 Autor: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Österreich, Wien

Wien (A) „Für Wirtschaft und Gesellschaft hat das Potenzial qualifizierter Frauen einen äußerst hohen Stellenwert - das dürfen wir nicht ungenutzt lassen. Qualifizierte Kandidatinnen sollen gezielt gefördert und auf Management- und Aufsichtsratspositionen vorbereitet werden“, erklärte Sektionschef Ulrich Schuh im Rahmen einer Festveranstaltung in der SkyLounge der Wirtschaftskammer Österreich, bei der die 21 Absolventinnen von "Zukunft.Frauen" ausgezeichnet wurden.

„In diesem Sinne wurde der Frauenanteil in den Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen bereits erhöht, jetzt folgt der nächste Schritt. Für Aufsichtsräte von börsennotierten Unternehmen und Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten ist bei Neubestellungen ab 2018 einen Frauenanteil von 30 Prozent einzuhalten", so Schuh.

„Beim Thema Frauen in Führungspositionen – im führenden Management, in Vorständen oder Aufsichtsräten – geht es für die Wirtschaftskammer nicht um das ‚Ob‘, sondern nur noch um das ‚Wie‘. Das Programm Zukunft.Frauen ist ein ausgezeichnetes Instrument, das Frauen nicht nur mit den dafür notwendigen Kenntnissen ausstattet, sondern auch Mut macht für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter“, sagt Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), und betont, dass Frauen in der Wirtschaft am Vormarsch sind. So sind in Österreich so viele Frauen beschäftigt wie nie zuvor und ihr Anteil ist bei den Unternehmensgründungen mit 44 Prozent auf ein All-time high gestiegen. „Beeindruckend ist auch die Erfolgsbilanz von Zukunft.Frauen“, so Hochhauser: „Sieben von zehn der Absolventinnen haben seit Abschluss des Programms die Karrierestufe nach oben beschritten, ungefähr jede zehnte Teilnehmerin hat bereits ein Aufsichtsratsmandat übernommen.“

„Frauen in technischen Berufen oder auch in Chefetagen sind heute glücklicherweise keine Seltenheit mehr, dennoch gibt es genug Handlungsbedarf. Dazu gehört auch mehr Aufmerksamkeit für die Qualifizierung von Frauen für Führungspositionen, wie das Zukunft.Frauen erfolgreich macht“, stellt Andreas Prenner von der Industriellenvereinigung fest. „Eine stärkere Repräsentanz von Frauen in Managementpositionen wirkt sich nachweislich positiv auf den wirtschaftlichen Erfolg und auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens aus. Es gilt Frauen auf ihrem Weg in Aufsichtsrats- und Vorstandspositionen abseits jeder Quotenthematik zu stärken und zu fördern, wobei die Industrie insbesondere Frauen für technische Schlüsselpositionen motivieren möchte.“

„Zukunft.Frauen“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), der Wirtschaftskammer Österreich und der Industriellenvereinigung. Das Programm bietet eine gelungene Kombination aus praxisrelevantem Lernen von Fachleuten und spezifischem rechtlichen und wirtschaftlichen Fachwissen, das für Aufsichtsfunktionen notwendig ist. Das Erfolgsgeheimnis ist die gelungene Verbindung von Workshops, Netzwerkaufbau, Mentoring-Programmen und den zahlreiche Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmerinnen und Führungspersönlichkeiten. "Zukunft.Frauen" findet immer mehr Zuspruch, mit dem zwölften Durchgang haben bereits 262 Frauen das Programm absolviert. 

Reges Interesse an "Zukunft.Frauen" und Aufsichtsrätinnen-Datenbank
Das Programm wird durch eine öffentlich zugängliche Aufsichtsrätinnen-Datenbank ergänzt, in der 530 Frauen registriert sind. Die Suche nach Kandidatinnen für Aufsichtsratsfunktionen wird somit wesentlich erleichtert. Auch das Wirtschaftsministerium greift bei der Besetzung von Aufsichtsräten auf Absolventinnen zurück (z.B. in Bundesunternehmen: BBG, beide Schönbrunn-Gesellschaften). Neben „Zukunft.Frauen“ und der Aufsichtsrätinnen-Datenbank trägt auch die freiwillige Selbstverpflichtung des Bundes für eine Frauenquote in Aufsichtsgremien der Unternehmen mit einem Bundesanteil von mindestens 50 Prozent zu einer Stärkung von Frauen in Führungspositionen bei.

    Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW)

    Stubenring 1, 1011 Wien, Österreich
    +43 1 71100-0

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