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Preisträger der ACR Enquete 2019

Ausgezeichnete Forschungsleistung von KMU bei der ACR Enquete 2019 ausgezeichnet

09. Oktober 2019 | 09:11 Autor: APA-OTS Startseite, Wien

Wien (A) Die ACR – Austrian Cooperative Research lud zur bereits 18. ACR Enquete in den Julius-Raab-Saal der WKO, wo die Kooperation zwischen KMU und den anwendungsorientierten Forschungsinstituten der ACR sowie die gemeinsame Forschungsleistung im Mittelpunkt stand. Rund 250 geladene Gäste aus Wirtschaft, Forschung und Politik waren dabei, als die drei Kooperationspreise, der Woman Award und der Start-up Preis powered by aws verliehen wurden.

Nach der Begrüßung durch WKO Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller, folgte ein Eröffnungsgespräch mit Elisabeth Udolf-Strobl, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Iris Rauskala, Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Gernot Grimm, Sektionsleiter im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und ACR-Präsident Martin Leitl.

„Innovation und Qualität entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe im weltweiten Wettbewerb. Die ACR ist hier ein wichtiger Partner, gerade für die Klein- und Mittelbetriebe, die das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes bilden. Die gezielte Stärkung der standortrelevanten Forschung ermöglicht die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen und ist deshalb eine Investition in die Zukunft. Ich bedanke mich beim Präsidenten Martin Leitl für seinen unermüdlichen Einsatz für den Innovationsstandort Österreich. In seiner Funktion hat er das Profil der ACR maßgeblich gestärkt und die digitale Transformation nach innen und außen konsequent vorangetrieben“, so Wirtschafts- und Digitalministerin Elisabeth Udolf-Strobl. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die ACR seit 1995.

Für Wissenschaftsministerin Iris Rauskala ist die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Forschungsland Österreich: „Wenn wir Innovation Leader werden wollen, müssen wir die Überleitung und Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung verbessern, um in weiterer Folge mehr Impact zu generieren. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen wie sie die ACR seit Jahren unterstützt. Mein Dank gilt insbesondere Präsident Martin Leitl für seinen jahrelangen Einsatz um den Innovationsstandort.“

Sektionsleiter Gernot Grimm betonte, dass „steuerfinanzierte Forschung, insbesondere angewandte Forschung, niemals Selbstzweck sein kann und darf, sondern letztlich volkswirtschaftlich erkennbare Erfolge erbringen muss. Voraussetzung dafür ist die umfassende Einbindung der Wirtschaft“.

ACR-Präsident Martin Leitl ergänzte, dass „eine Organisation wie die ACR gerade in diesem Zusammenhang wichtiger ist denn je. Österreich braucht innovative KMU und die KMU brauchen die ACR, um die großen Herausforderungen der Zukunft meistern zu können. Die Kooperationspreise zeigen das immer wieder aufs Neue.“

Der ACR Woman Award, der seit 2010 im Rahmen der Enquete verliehen wird, macht Leistungen von Frauen in Technik und Wissenschaft sichtbar. „Durch diese Auszeichnung werden Forscherinnen für ihre exzellenten Forschungsleistungen vor den Vorhang geholt und vielfältige Berufswege in den Naturwissenschaften und der Technik aufgezeigt. Die Preisträgerinnen haben aber auch eine wichtige Vorbildfunktion für nachfolgende Generationen von Forscherinnen“, so Barbara Weitgruber, Juryvorsitzende und Sektionschefin im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Der ACR Start-up Preis powered by aws wurde heuer bereits zum dritten Mal an ein innovatives Jungunternehmen vergeben, das sich bei einem ACR-Institut Unterstützung geholt hat. aws Geschäftsführer Bernhard Sagmeister: „Start-ups sind wesentliche Akteure, wenn es um die Schaffung von standortrelevanten Innovationen geht. Sie tragen mit ihren Produkten und Services zum Erfolg und Wachstum des Standorts bei und schaffen nachhaltig neue Arbeitsplätze. Als Förderbank des Bundes unterstützen wir Unternehmen in allen Phasen mit Garantien, Krediten, Zuschüssen, Eigenkapital sowie Coaching. Mit Auszeichnungen wie dem ACR Start-up-Preis bieten wir diesen innovativen Projekten zusätzlich eine Bühne und schaffen damit Role Models für Gründerinnen und Gründer.“

Im Anschluss an die Preisverleihung überreichte Bundesministerin Udolf-Strobl ACR-Präsident Martin Leitl den Ehrentitel Baurat für sein Engagement für den Baustoff Ziegel und nachhaltige Bauinitiativen. Maria Kollmann und Gerhard Schindelbacher, die beiden Vizepräsidenten der ACR, dankten Martin Leitl zudem für seine Verdienste für die ACR und die außeruniversitäre, angewandte Forschung in Österreich. Im Juni 2020 zieht sich Martin Leitl aus der ACR zurück, seine Nachfolge als ACR-Präsidentin wird die Unternehmerin Iris Filzwieser, Geschäftsführerin der Mettop GmbH, übernehmen.

Die Preisträger

ACR Kooperationspreis 2019: Klarinettensystem mit Wiener Klang
Unmittelbare Spielbarkeit, volles Klangvolumen und individuelle Abstimmung, das verspricht das neu entwickelte Klarinettensystem von MAXTON. Die neue Kombination aus Mundstück und Blatt erfüllt sowohl die Bedürfnisse von Amateuren als auch die Anforderungen von Profis, da sie leicht und dauerhaft spielbar ist und gleichzeitig eine ausgezeichnete Tonqualität sowie Intonation aufweist. Die dafür erforderliche Werkstoffkombination hat MAXTON mit Unterstützung des ACR-Instituts OFI entwickelt. Dafür wurden die MAXTON GmbH und das Österreichische Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) am 8. Oktober mit dem ACR Kooperationspreis 2019 ausgezeichnet.

ACR Kooperationspreis 2019: Tonbauplatten für ein gutes Raumklima
Die Firma EMOTON GmbH hat in Zusammenarbeit mit dem ACR-Institut Holzforschung Austria (HFA) eine völlig neuartige Raumklimaplatte für den Innenausbau entwickelt. Sie kann Schadstoffe aus der Luft absorbieren, Feuchtigkeit regulieren, Feinstaub verringern und Schall dämmen. Durch die Verwendung von natürlichem Ton und Reststofffasern der Papierindustrie, ist die Raumklimaplatte Panello zudem ökologisch und ressourcenarm in der Herstellung. Sie sorgt also nicht nur für gesundes Raumklima, sondern trägt auch zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Für diese Produktinnovation wurden die EMOTON GmbH und die HFA am 8. Oktober mit dem ACR Kooperationspreis 2019 ausgezeichnet.

ACR Kooperationspreis 2019: Neues Verfahren vernichtet Bettwanzen und deren Eier
Die Firma Braincon Technologies entwickelte ein neues Verfahren zur Beseitigung von Bettwanzen. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem ACR-Institut Zentrum für Elektronenmikroskopie Graz (ZFE) konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass mit der neuen Technologie nicht nur ausgewachsene Bettwanzen, sondern auch deren Eier und Nymphen wirksam bekämpft werden. Eine eigens entwickelte Schnellmethode ermöglicht zudem eine rasche Überprüfung der Wirksamkeit. Dafür wurden Braincon und ZFE am 8. Oktober mit dem ACR Kooperationspreis 2019 ausgezeichnet.

ACR Woman Award 2019: Auf Tierversuche verzichten
Die Biotechnologin Elisabeth Mertl, 27, ist seit 2011 beim ACR-Institut OFI tätig, wo sie sich vor allem auf Mikrobiologie und Zellkultur spezialisiert hat. In ihrer Forschungsarbeit entwickelt sie In-vitro Testmethoden - so nennt man Versuche an Zellen - damit Hersteller von Medizinprodukten für ihre Zulassungsverfahren auf Tierversuche verzichten können. Für ihre Leistungen im Projekt „BioRelation“ wurde sie am 8. Oktober mit dem ACR Woman Award 2019 ausgezeichnet.

ACR Start-up Preis powered by aws 2019: Blick ins Innere
Die Computertomographie ermöglicht, wie bei der medizinischen, auch in der industriellen Anwendung den Blick ins Innere, in diesem Fall von Werkstoffen und Bauteilen. Mithilfe des Virtual Reality-Viewers, den das Start-up Aardworx GmbH mit der Unterstützung des ACR-Instituts Österreichisches Gießerei-Institut (ÖGI) entwickelt hat, erhält man eine echte 3D-Darstellung und kann im Untersuchungsobjekt bei entsprechender Vergrößerung sogar umhergehen. So kann man die innere Beschaffenheit verschiedenster Materialien und Bauteile zerstörungsfrei untersuchen. Dafür wurden Aardworx und ÖGI am 8. Oktober mit dem ACR Start-up Preis powered by aws 2019 ausgezeichnet.

    ACR – Austrian Cooperative Research

    Haus der Forschung, Sensengasse 1, 1090 Wien
    Österreich
    +43 1 2198573-0

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