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WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf mit Im Bild rechts Elisabeth Stampfl-Blaha. Er eröffnete den ausgebuchten 2. IoT-Fachkongress, zu dem Austrian Standards am Mittwoch, 3. Oktober 2018, geladen hatte. (Foto: Austrian Standards, Peter Tuma)

2. IoT-Fachkongress von Austrian Standards sehr erfolgreich

04. Oktober 2018 | 16:14 Autor: Austrian Standards Startseite, Wien

Wien (A) "Standards unterstützen die Wirtschaft bei der effizienten Anwendung neuer Technologien." Damit und mit einem Blick auf Österreichs Position in internationalen IT-Rankings eröffnete WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf den ausgebuchten 2. IoT-Fachkongress, zu dem Austrian Standards am Mittwoch, 3. Oktober, geladen hatte.

Standardisierung sei gerade bei Themen wie dem Internet of Things (IoT) bzw. Industrie 4.0 unerlässlich, um Schnittstellen zu finden und alle Beteiligten einzubinden, erklärte Kopf. Mehr als 100 Entscheidungsträger, Technologie-, Datenschutz- und Sicherheitsexperten sowie Marketingverantwortliche waren dazu ins Austria Standards Meeting Center in Wien gekommen.

Renommierte Expertinnen und Experten referierten zu Themen wie Smart City, Smart Country, Smart Traffic, Dezentralisierung, Security, Safety und Privacy und stellten neue Geschäftsmodelle vor. Durch das vielfältige und dichte Programm führte Prof. Dr. Manfred Wöhrl, Vizepräsident der Digital Society Austria. Beim Internet der Dinge gehe es nun darum, eine gemeinsame Sprache zu finden, passende Schnittstellen und Services zu definieren, erklärte Austrian-Standards-Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha und betonte: "Hier können Standards eine wichtige Rolle spielen." Ziel des IoT-Fachkongresses war es deshalb, den unterschiedlichen Marktteilnehmern eine Plattform zu bieten, um Strategien zu diskutieren, sich auszutauschen und voneinander zu lernen.

IoT verändert Zusammenarbeit
Wie Menschen und Maschinen künftig zusammenarbeiten, beschrieb Dipl.-Ing. Dr. Franz Fidler von der FH St. Pölten. Bereits heute würden fünfmal so viele Dinge miteinander kommunizieren, als es Menschen auf der Welt gebe, so der Spezialist für Smart Engineering in seinem Vortrag. Die "Brave Smart World" sei ein sozio-technisches System aus den drei verzahnten Komponenten Mensch, Organisation und Technologie. Dementsprechend werde die Kooperation zwischen Mensch und Maschinen zu neuen Arbeitszeitformen, neuen Hierarchien und Kooperationsmodellen für Mitarbeiter und Unternehmen führen, so Fidler.

5G ist Treiber der Entwicklung
Das Bild der digitalen Stadt der Zukunft und welche Services dabei der kommende Mobilfunkstandard 5G bereithält, beschrieben die beiden "Hutchison Drei Austria"-Manager Stefan Müllner und Matthias Baldermann. Während Müllner über Entwicklungsperspektiven von Smart Cities referierte, präzisierte Baldermann die technologischen Aspekte von 5G. Technisch gesehen sei der neue Standard ein Quantensprung, so der CTO des Mobilfunkanbieters, der auch Lead-Partner des 2. IoT-Fachkongresses war. Die völlig neue Übertragungstechnologie, gepaart mit neuen Frequenzbändern, einem Schichtaufbau des Netzes (Network Slicing), der Virtualisierung von Netzwerkfunktionen und Latenzzeiten nahe an einer Millisekunde würden das ganze Eco-System massiv verändern und die Entwicklung des Internet of Things katalysieren.

Alles wird smart
Wie Stadt und Land künftig smart werden, schilderten Dr. Julia Girardi-Hoog von der Wiener Stadterneuerung und Mag. Gabriela Hinterberger vom Maschinenring Österreich. Mag. Dr. Felix Piazolo von der Universität Innsbruck stellte aktuelle Studien zum smarten Wohnen im Alter vor und Ing. Ronny Siegl von Diehl Metering beschrieb, wie Smart Metering Versorgungsunternehmen bei der Verbesserung ihrer Services unterstützen kann. Sein Fazit: "Alles, das man messen kann, kann man auch verbessern."

Von Drohnen und Keksen
Das Spannungsdreieck Privacy, Safety und Security deckten Christian Sageder vom Sicherheitsunternehmen ÖWD und Derk Fischer von der Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers ab. Während Sageder das Drohnendetektionssystem seines Unternehmens vorstellte, betonte Fischer, wie wichtig es sei, die Verletzlichkeit industrieller Kontrollsysteme zu managen, und illustrierte das eindringlich am Beispiel einer gehackten Keksfabrik.

Smart Traffic und Dezentralisierung
Am Nachmittag widmeten sich mehrere Praxissessions den Themenblöcken Smart Traffic, Dezentralisierung, Recht und Neue Geschäftsmodelle. Dabei wurden die digitale Infrastruktur des österreichischen Autobahnnetzes vorgestellt (Ing. Mag. Bernd Dattler, ASFINAG Maut Service GmbH), automatisches und autonomes Fahren mittels 5G beleuchtet (Matthias Eder, Nokia Österreich) und die Herausforderungen des vollautomatischen U-Bahn-Betriebs bei der neuen Wiener Linie U5 erklärt (Sebastian Czylok, BSc, Wiener Linien). Unter dem Stichwort Dezentralisierung wurden Fog Computing und Industrie 4.0 beleuchtet (Dr. Stefan Schulte, TU Wien), dezentrale Business Modelle am Beispiel der Blockchain vorgestellt (Mag. Katarzyna Ciupa, Bitcoin Austria) und von Dipl.-Ing. Günter Obiltschnig (macchina.io) Edge und Fog Computing in der Praxis erläutert.

Rechtliches und neue Geschäftsmodelle
Erste Praxiserfahrungen mit der Datenschutz-Grundverordnung fasste HR Mag. Georg Lechner von der Österreichischen Datenschutzbehörde im Themenblock Rechtliches zusammen. Zum Thema Recht sprachen auch Ing. Mag. Dr. Christof Tschohl (Research Institute AG; "Überwachung von MitarbeiterInnen durch IoT") und Univ.Ass. Mag. Ziga Skorjanc (Universität Wien; "IoT: Wem gehören die Daten?"). Franz Thelsen und Martin Schmid, MSc MA von IoT Austria stellten schließlich neue Geschäftsmodelle im Wandel vor, Reinhard Lanner von der Österreich Werbung referierte über 360°-Tourismus, und Johannes Landschauer von Rockwell Austria beschrieb eine flexible Analyselösung in der digitalen Umgebung einer Produktion.

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