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Mag. Georg Kopetz, Prof. Dr. Aurel Schubert, Dr. Wolfgang Habermayer, Prof. Dr. Petra Grimm, Alexander Weber.

10. Merito Investmentkonferenz - Digitale Transformation in Unternehmen und am Kapitalmarkt

14. Oktober 2019 | 10:43 Autor: Special Public Affairs Startseite, Wien

Wien (A) „Digitalisierung ist nicht nur im Bereich der Industrie ein wesentlicher Faktor, auch im Bankbereich und der Vermögensverwaltung setzt es Transformationsprozesse in den Geschäftsmodellen in Gang. Sie bringt Effizienzsteigerungen und kann durchaus zu besseren Anlageergebnissen führen. Es geht daher um Mensch „mit“ Maschine“, betont Dr. Wolfgang Habermayer, CEO der MERITO Financial Solutions GmbH, im Rahmen der 10. MERITO Investmentkonferenz in Wien.

In deren Rahmen präsentierte Mag. Georg Kopetz, Co-Gründer und Vorstand der TTTech Computertechnik AG, die Entwicklung seines Unternehmens zu einem Weltkonzern, der Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützt. Vor allem im Blick auf den Fortschritt des automatisierten Fahrens ist er überzeugt, dass die derzeit 1 Mio. autonom fahrenden Autos bis 2025 auf 40 Mio. anwachsen werden. Gerade auf diesem Gebiet hat Europa mehr Kompetenz aufzuweisen als die USA, was offensiv genutzt werden müsste.

Im Bankenbereich sieht  Alexander Weber, Chief Growth Officer von N26, die mangelnde Zufriedenheit sowie das sinkende Vertrauen der Kunden in ihre Hausbank als Basis für den Erfolg seines Unternehmens. Es macht, laut Weber, die täglichen Bedürfnisse einfacher, ohne sich in zu viele Angebote zu verzetteln. Banking ist längst nicht mehr regional, sondern global, ist man bei N26 überzeugt und strebt weltweit rd. 100 Mio. Kunden an.

Prof. Dr. Petra Grimm, vom Institut für Digitale Ethik an der Hochschule der Medien in Stuttgart, ist überzeugt, dass die Digitalisierung tief in menschliche Sphären vorstößt, weshalb sie einem Wertecodex unterliegen sollte. In Zukunft wird ein Unternehmen nicht mehr danach beurteilt werden, ob es sich an Compliance-Regeln hält, sondern wie der firmeneigene Wertekatalog umgesetzt wird. Daher fordert Grimm ethische Standards für Unternehmen.

„Um Entscheidungen treffen zu können, waren Daten schon immer wichtig. Heute stehen sie nur in viel größerer Menge und vor allem viel schneller zur Verfügung“, sagt  Prof. Dr. Aurel Schubert, Generaldirektor für Statistik der Europäischen Zentralbank a.D.. So würden Daten zu einem neuen Produktionsfaktor mit degressiv verlaufenden Kosten. Es ist damit zu rechnen, dass die Datenökonomie bis 2020, bereits 2-4 % zum BIP beitragen kann. Die Qualität der Datenquelle dürfe dabei aber nicht außer Acht gelassen werden.

Die Investmentkonferenz schloss Dr. Wolfgang Habermayer mit einem makroökonomischen Ausblick auf die Möglichkeiten in der Kapitalanlage. Trotz schwacher Daten aus der verarbeitenden Industrie, hinterfragenswerter Ankaufpolitik der Notenbanken und widerkehrenden Diskussionen um den Freihandel will er nicht von einer nahenden Rezession, sondern eher von einer Konturverlangsamung sprechen. Obwohl am Geldmarkt kaum Zinsen zu verdienen sind, spielt der Aktienmarkt, ungeachtet seiner sehr guten Entwicklung, unverständlicherweise nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Habermayer rät daher indexorientiert zu investieren, um eine bestmögliche Diversifikation zu erzielen.

Beim abschließenden ausgezeichneten Flying Buffet wurde noch intensiv diskutiert. (Fotos: Willibald Haslinger)

Gesichtet wurden u.a.:
Dkfm. Dr. Claus Raidl, Präsident der Oesterreichischen Nationalbank a.D.

Dkfm. Georg Folian, Warimpex Finanz und Beteiligungs AG

Dr. Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung

Mag. Karin Keglevich-Lauringer, Geschäftsführerin Special Public Affairs

  • Dkfm. Dr. Claus Raidl, Präsident der Oesterreichischen Nationalbank a.D., Dr. Wolfgang Habermayer.
    uploads/pics/Foto_2_Raidl__Habermayer.jpg

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Österreich
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